Zum Hauptinhalt springen

„Villa Kunterbunt“: Für faire Verkaufsbedingungen

Die Linke im Rat der Stadt Bochum

Die Linke im Rat der Stadt Bochum bedauert die Räumung der „Villa Kunterbunt“, die nur deshalb gerichtlich angeordnet worden ist, weil die Stadt seit Jahren versäumt hat für eine Sanierung und klare Verhältnisse mit den Bewohnerinnen und Bewohnern zu sorgen. Sie fordert die Verwaltung auf, beim möglichen Verkauf an die Bewohnerinnen und Bewohner faire und tragfähige Bedingungen zu schaffen und keinen Vertrag vorzulegen, der von vornherein auf das Scheitern angelegt ist. Dazu die Fraktionsvorsitzende Wiebke Köllner:

„Die Bedingungen, die jetzt im Raum stehen, sind für ein selbstverwaltetes Projekt kaum erfüllbar und kommen faktisch einem Ultimatum gleich. Wir erwarten von der Stadt, dass sie gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern eine realistische Lösung erarbeitet, die soziale, kulturelle und denkmalpflegerische Aspekte gleichermaßen berücksichtigt. Die Stadt darf so nicht mit Menschen umgehen, die Verantwortung für ein historisches Gebäude übernehmen wollen und auch in der Vergangenheit übernommen haben, dabei aber von städtischer Seite allein gelassen wurden.“

Die Stadt hat ein Kaufangebot für einen symbolischen Euro unterbreitet, das jedoch mit erheblichen Auflagen verbunden sind, insbesondere mit zu kurzen Fristen und Verantwortung auch für den vermieteten Teil des Hauses. Dazu Ratsmitglied Ralf D. Lange für Die Linke in der BV Ost abschließend:

„Für die heutige Ratssitzung greifen wir konkrete Fragen der Bewohnerinnen und Bewohner der Villa auf. So soll geklärt werden, ob die Stadt bereits vor der ersten Nutzungsuntersagung geplant hat, die Villa an Dritte zu verkaufen, ob es hierfür konkrete Interessenten gegeben hat und welche Überlegungen dazu insgesamt bestanden.“

Außerdem fragt Die Linke, seit wann der Stadt die baulichen und brandschutzrechtlichen Mängel der denkmalgeschützten Villa bekannt sind, warum sie ihren Pflichten als Eigentümerin nicht nachgekommen ist und welche Verkaufspläne es gab oder gibt.

Ralf D. Lange abschließend: „Zudem wollen wissen, wie der Schutz der Bewohnerinnen, ihres Eigentums und eine Rückkehr nach der Sanierung sichergestellt werden sowie warum zunächst gegen die Bewohnerinnen und nicht gegen die Stadt selbst vorgegangen wurde.

 

Zurück zum Kopf der Seite