Taxipleite ist ein deutlicher Warnschuss
Für Die Linke im Rat Bochum ist die Insolvenz der Taxigenossenschaft „Taxi Bochum eG“ ein deutliches Alarmsignal, das nicht länger ignoriert werden darf. Leider liefert eine Mitteilungsvorlage der Verwaltung vom 09. Oktober zur Situation des Taxigewerbes nur allgemeine Hinweise aber keine konkreten Maßnahmen. Dazu die Fraktionsvorsitzende Wiebke Köllner:
„Wir fordern die Einführung von Mindestbeförderungsentgelten für Mietwagen, wie sie in Essen und anderen Städten bereits beschlossen worden sind. Diese müssen in enger Abstimmung mit den Taxiunternehmen ausgestaltet werden, um endlich eine faire und überlebensfähige Wettbewerbsgrundlage zu schaffen.“
Denn Uber und andere Plattformanbieter zerstören mit unfairem Wettbewerb und Kampfpreisen das Taxigewerbe. Das ist Raubtierkapitalismus pur. Viele Taxifahrerinnen und Taxifahrer stehen schon jetzt wirtschaftlich mit dem Rücken zur Wand. Der ruinöse Wettbewerb ist brandgefährlich – nicht nur für die Beschäftigten, sondern auch für die Fahrgäste.
Dazu Wiebke Köllner abschließend: „Sobald das traditionelle Taxigewerbe ruiniert ist, werden Uber und Co. ihre Preise anziehen. Dann wird es richtig teuer. Denn für Mietwagenunternehmen gelten – anders als für Taxis – keine Preisobergrenzen. Schon heute werden zu stark frequentierten Zeiten Mondpreise verlangt, die vielfach über den regulären Taxitarifen liegen.“

