Gebühren für Straßenmusik abschaffen
25 Euro für fünf Tage, dazu ein Gang ins Rathaus. Die Linke im Rat der Stadt Bochum will diese Gebührenpflicht für Straßenmusik abschaffen. Sie kritisiert, dass Bochum damit einen Sonderweg im Ruhrgebiet geht und junge Musikerinnen und Musiker unnötig abschreckt statt zu fördern.
Dazu der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Batıkağan Pulat, Vorsitzender des Kulturausschusses:„Straßenmusik ist Kultur und keine Sondernutzung, für die man erst bezahlen und einen Antrag stellen sollte. Gerade junge Musikerinnen und Musiker brauchen Möglichkeiten, sich auszuprobieren und vor Publikum zu spielen. Mit Gebühren und Bürokratie machen wir ihnen das unnötig schwer. Dass es auch ohne Gebühren geht, zeigen andere Städte. Wir sollten uns daran orientieren, statt Straßenmusiker mit einem Genehmigungsverfahren zu vergraulen. Straßenmusik bietet auch ein niedrigschwelliges Angebot für Kultur dar, was Bochum als Kunst- und Kulturstandort stärken kann.“
Die Ratsfraktion Die Linke fordert deshalb, die Gebühren für Straßenmusik abzuschaffen und nach einfachen, kreativen Lösungen zu suchen, die gleichzeitig die Interessen von Musiker*innen, Anwohner*innen und Geschäften berücksichtigen. Das dürfte nicht so schwierig sein, denn jetzt schon gehören zeitliche Begrenzungen und regelmäßige Ortswechsel zu den Auflagen. Dazu die Fraktionsvorsitzende Carolin Paskuda, für Die Linke im Kulturausschuss:
„Wenn Bochum eine lebendige Kulturstadt sein will, gehört Straßenmusik dazu. Wir brauchen weniger Bürokratie und mehr Mut, Kultur im öffentlichen Raum zu ermöglichen. Deshalb werden wir im nächsten Kulturausschuss einen Antrag auf Abschaffung der Gebühren stellen.“

