Bochum Fonds
Sehr geehrter Herr OB, liebe Menschen der demokratischen Parteien und
Gruppen, lieber Einzelvertreter,
liebe Zuschauende an den Bildschirmen und hier im Saal
Das Entscheidungsgremium für die Unterstützung von Bürger*innen-Projekten
aus dem Bochum Fonds soll laut Beschlussvorlage der Verwaltung aus je 2
Mitgliedern der Bezirksvertretungen sowie aus 3 Mitgliedern des Haupt-,
Wirtschafts- und Finanzausschusses bestehen. (Der HFWA ist in der letzten
Woche nicht zusammengekommen und konnte daher keine Vertreter*innen
benennen).
Dieses Verfahren hat bzw hatte zur Folge, dass fast nur Vertreterinnen der
Koalitionsparteien und der CDU für das Gremium benannt wurden, das
immerhin über Fördergelder in Höhe von immerhin mehreren 100.000€ pro
Jahr für bürgerschaftliche Projekte entscheidet. Wir als Linke halten dieses
Verfahren für nicht sinnvoll und auch nicht für zeitgemäß. Wir dachten, die
Kungelei zwischen den größeren Parteien wäre zumindest hier in Bochum
vorbei. Zumal die so geplante Zusammensetzung die Gefahr von
Vetternwirtschaft, Seilschaften und Klientelpolitik nicht gerade verhindert.
Daher begrüßen wir als Linke den ÄA von Stadtgestalter/Volt, der ein
Entscheidungsgremium aus Einwohner*innen bis zu einer Fördersumme von
25.000€ vorsieht. In Gelsenkirchen entscheiden sogar Einwohner*innen-
Gremien in den jeweiligen Bezirken über solche von Bürger*innen initiierten
Projekte.
Das ist ein Schritt hin zu mehr Bürger*innennähe. Ein Schritt hin zu
erfahrbarer und er-lebter Demokratie. Ein Schritt hin zu mehr
Bürger*innenbeteiligung.
Daher unterstützen wir den ÄA von Stadtgestalter/Volt und werden ihm
zustimmen.
Vielen Dank!

