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Konzertverbot und Zensur wegen Vonovia?

Die Linke im Rat der Stadt Bochum

Die Linke in Bochum zeigt sich solidarisch mit dem Orchester Lebenslaute

Das politische Orchester Lebenslaute berichtet, dass eine bereits bestätigte Raumreservierung für das Konzert „Viva la Musica – enteignet Vonovia“ im Kunstmuseum Bochum gekündigt wurde. Geplant war ein Konzert mit klassischer Musik und Redebeiträgen zu Wohnungsnot und dem Geschäftsmodell großer Immobilienkonzerne. Das Kunstmuseum begründet die Kündigung damit, dass Lebenslaute in der Veranstaltungsankündigung den Namen des Wohnungskonzerns Vonovia nennen wolle und deshalb Verleumdung oder üble Nachrede nicht ausgeschlossen werden könne. Dazu Maria Trautmann, sachkundige Bürgerin im Ausschuss für Kultur und Tourismus für die Ratsfraktion Die Linke in Bochum:

„Wohnungsnot, Verdrängung und Mietenexplosion sind reale Probleme, von denen uns viele Menschen bei Gesprächen an der Haustür berichten. Angesichts der bundesweiten Einschränkungen der Kunstfreiheit ist es ein fatales Signal, wenn eine Veranstaltung zu diesen Themen in einer kommunalen Kulturinstitution zensiert wird. Wir werden das Geschehnis im Ausschuss weiterverfolgen“.

Die Ratsfraktion Die Linke solidarisiert sich mit dem Orchester Lebenslaute und unterstützt die Forderung, dass das Konzert wie geplant stattfinden kann. Lara Lösch, Kreissprecherin der Bochumer Linken:
"Gerade öffentliche Kultureinrichtungen müssen Orte sein, an denen gesellschaftliche Konflikte und politische Debatten ihren Platz haben. Dazu gehört auch, die Rolle profitorientierter Immobilienkonzerne wie Vonovia kritisch zu thematisieren. Kunst muss Missstände benennen und unbequeme Fragen stellen. Ein Konzert, das sich mit den sozialen Folgen der Wohnungspolitik auseinandersetzt, gehört in den öffentlichen Raum.“

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