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Das Deutsche Bergbau-Museum in Bochum, aufgenommen am 14.09.2019. +++ Foto: Lutz Leitmann/Stadt Bochum

Wasserspendern an Schulen

Die Linke im Rat der Stadt Bochum, Schulausschuss

Der Ausschuss für Schule und Bildung beauftragt die Verwaltung ein Konzept zur flächendeckenden Installation von Wasserspendern an Bochumer Schulen in einem angemessenen Zeitrahmen (ungefähr 3 Jahre) zu erarbeiten und umzusetzen. 

Die Verwaltung wird außerdem aufgefordert, zu ermitteln, wie städtische Unternehmen daran mitwirken können, falls die Zentralen Dienste das Projekt nicht selbstständig bewerkstelligen können. Teil des Konzepts kann auch eine schrittweise Installation sein, bei der Schulen mit einem gesteigerten Bedarf priorisiert werden. Aus Sicht der Antragsstellenden sind das insbesondere Grund- und Ganztagsschulen. Bei der Erstellung des Konzepts erfolgt eine Einbeziehung der Schulgemeinschaften. Das Konzept soll dem Ausschuss für Schule und Bildung bis Ende des Jahres 2026 vorgestellt zu werden, mit dem Ziel, innerhalb des Ersten Halbjahres 2027 zu einem Beschluss zu kommen.

Bei der Ausarbeitung sollen auch alle bestehenden Fördermöglichkeiten durch Land, Bund und EU berücksichtigt werden. 

Begründung:

Die Bereitstellung von kostenfrei zugänglichem Trinkwasser an Schulen leistet einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsförderung von Schüler*innen. Regelmäßiges Trinken von zuckerfreien Getränken unterstützt nachweislich die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit im Schulalltag und wirkt gesundheitlichen Beeinträchtigungen entgegen. Jedoch haben aktuell viele Schulen keinen breiteren Zugang zu Trinkwasser. Viele Schüler*innen greifen deshalb auf die Waschbecken in den Toiletten zurück. Das ist aus hygienischen Gründen jedoch keine adäquate Möglichkeit zur Versorgung. Außerdem gibt es vonseiten der Schüler*innen durchaus den Wunsch nach Wasserspendern an Schulen. So stellte beispielsweise die Bezirksschüler*innenvertretung Bochum eine Anfrage zu diesem Thema auf der Sitzung des ASB am 11.06.2024 (20241433). 

Weiterhin liegt uns die Interessenbekundung der Schüler*innenvertretung der Maria-Sibylla-Merian Gesamtschule mit ca. 1300 Schüler*innen in Wattenscheid vor, in der die Dringlichkeit der Bereitstellung von Wasserspendern deutlich wird. Vor allem im Ganztagsbetrieb wird deren Tragweite für Konzentration und Wohlbefinden betont. Zudem zeigen Umfragen innerhalb der Schüler*innenschaft, dass es sich hierbei nicht um Einzelanliegen handelt, sondern um ein breit getragenes Interesse.

Darüber hinaus tragen Wasserspender zur Förderung nachhaltiger Verhaltensweisen bei. Sie reduzieren den Konsum von Plastikflaschen und leisten damit einen Beitrag zur Abfallvermeidung sowie zur Ressourcenschonung. 

Vor dem Hintergrund des fortschreitenden Klimawandels und einhergehender zunehmender Hitzeperioden gewinnt ein niedrigschwelliger Zugang zu kostenfreiem Trinkwasser immer mehr an Bedeutung. Die Ausstattung von Schulen mit Wasserspendern ist daher nicht nur eine gesundheitspolitische Maßnahme, sondern auch ein Baustein für eine klimaresiliente Stadtentwicklung.

Viele Städte bieten Wasserspender in Schulen an, beispielsweise Oberhausen oder Hamburg, wo der städtische Wasserversorger HAMBURG WASSER gleichzeitig der Betreiber der Wasserspender ist. Ein ähnliches Modell schwebt den Antragsstellenden auch für Bochum vor.

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