Sicherheitstage in den Stadtbezirken
Der Beschlussvorschlag und die Begründung werden wie folgt ergänzt:
Die Verwaltung wird beauftragt, beginnend im Jahr 2026 dezentrale Veranstaltungsformate in den Stadtbezirken zu schaffen, die das Sicherheitsbewusstsein der Bürgerinnen und Bürger stärken, ihnen niedrigschwellige Informations- und Beteiligungsmöglichkeiten bieten und die die Zusammenarbeit relevanter Akteure fördern. Die Erfahrungen mit den Sicherheitstagen in der Innenstadt, aber auch von Kampagnen wie #besserbereit des Regionalverbands Ruhr von 2022 sollen dabei Berücksichtigung finden. Die Anbindung an bereits existierende Stadtteilfeste ist zu prüfen. |
Die Verwaltung wird beauftragt, beginnend im Jahr 2026 dezentrale Veranstaltungsformate in den Stadtbezirken zu schaffen, die das Sicherheitsbewusstsein der Bürgerinnen und Bürger stärken, ihnen niedrigschwellige Informations- und Beteiligungsmöglichkeiten bieten und die die Zusammenarbeit relevanter Akteure fördern. Dabei ist ein umfassender, erweiterter Sicherheitsbegriff zu berücksichtigen, der Sicherheit nicht nur als Abwesenheit von Kriminalität, sondern als einen Zustand versteht, der die physische und psychische Unversehrtheit aller Menschen im Alltag schützt und soziale, strukturelle und subjektive Aspekte einschließt. Sicherheit umfasst demnach neben klassischer Gefahrenabwehr auch die Berücksichtigung von Bedrohungen in unterschiedlichen Lebenssituationen, die Wahrnehmung von Sicherheit im öffentlichen Raum, individuelle Unsicherheitsgefühle, sowie die Perspektiven vulnerabler Gruppen – etwa hinsichtlich Rassismus, Geschlechterdiskriminierung, häuslicher Gewalt, fehlender barrierefreier Mobilität oder Gefährdung im sozialen Umfeld. Die Erfahrungen mit den Sicherheitstagen in der Innenstadt oder den Stadtrundgängen zum Thema Sicherheit des Netzwerkes „Stadt für alle“, aber auch von Kampagnen wie #besserbereit des Regionalverbands Ruhr von 2022 sollen dabei Berücksichtigung finden. Die Anbindung an bereits existierende Stadtteilfeste ist zu prüfen. |
Begründung: Die in der Innenstadt durchgeführten Sicherheitstage haben gezeigt, wie die Bürgerinnen und Bürgerinnen selbst aktiv werden können, um sich zu schützen und sich auf Krisen wie etwa Stromausfälle vorzubereiten. Mit diesem Antrag wird die Verwaltung aufgefordert, die Idee der Sicherheitstage in örtlich angepassten Formaten in die Stadtteile zu bringen. Dabei geht es heute verstärkt um eine wiederkehrende öffentliche Information. In die Planung und Durchführung können Partner wie Polizei, Kommunaler Ordnungsdienst, Feuerwehren und Rettungsdienste, Technisches Hilfswerk (THW), Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Sozialarbeit, Schiedspersonen sowie zivilgesellschaftliche Initiativen und Vereine einbezogen werden. Eine Abstimmung mit den Stadtbezirken ist sicherzustellen. | Begründung: Die in der Innenstadt durchgeführten Sicherheitstage haben gezeigt, wie die Bürgerinnen und Bürger selbst aktiv werden können, um sich zu schützen und sich auf Krisen wie etwa Stromausfälle vorzubereiten. Mit diesem Antrag wird die Verwaltung aufgefordert, die Idee der Sicherheitstage in örtlich angepassten Formaten in die Stadtteile zu bringen und diese im Sinne eines erweiterten Sicherheitsverständnisses weiterzuentwickeln. Dabei geht es verstärkt um eine wiederkehrende öffentliche Information, die neben klassischer Gefahrenabwehr auch die vielfältigen Dimensionen von Sicherheit aufgreift – etwa subjektive Sicherheitsgefühle, soziale Sicherheit, Schutz vor Gewalt und Diskriminierung sowie Sicherheit in unterschiedlichen Lebens- und Alltagssituationen. In die Planung und Durchführung können Partnerinnen und Partner wie Polizei, Kommunaler Ordnungsdienst, Feuerwehren und Rettungsdienste, Technisches Hilfswerk (THW), Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Sozialarbeit, Schiedspersonen sowie zivilgesellschaftliche Initiativen und Vereine einbezogen werden. Wichtig ist, dass auch Akteure eingebunden werden, die zu Themen der sozialen und subjektiven Sicherheit beraten und arbeiten (z. B. Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen, Initiativen für vulnerable Gruppen). Eine Abstimmung mit den Stadtbezirken ist sicherzustellen.
|
