Resolution Villa Kunterbunt

Die Linke im Rat der Stadt Bochum

Die Bezirksvertretung Ost spricht sich gegen die von der Verwaltung angestrebte Zwangsräumung der sog "Villa Kunterbunt" bis zum 11. Dezember aus. Stattdessen wird die Verwaltung aufgefordert, gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern eine sozial verträgliche Lösung zu erarbeiten, die sowohl ihren Verbleib in der Villa Kunterbunt ermöglicht als auch eine perspektivische Sanierung des Gebäudes einschließt.

Die Villa Kunterbunt ist seit über vier Jahrzehnten ein fester Bestandteil der Stadtgeschichte und Subkultur Bochums. Die Bewohnerinnen und Bewohner leisten mit ihren kulturellen Aktivitäten einen Beitrag zum städtischen Leben. Das denkmalgeschützte Gebäude Auf den Holln 1–3 wurde über viele Jahre hinweg von der Stadt nicht ausreichend instand gehalten, obwohl ihr als Eigentümerin eine besondere Verantwortung für den Erhalt des Baudenkmals zukommt.

Eine Zwangsräumung würde die Chance verspielen, gemeinsam mit den Nutzerinnen und Nutzern ein tragfähiges und zukunftsorientiertes Konzept für Erhalt, Nutzung und Sanierung des Gebäudes zu entwickeln. Eine kooperative Lösung ist daher sowohl aus sozialpolitischen als auch aus denkmalpflegerischen Gründen geboten.

 

Information: Diese Resolution in der Bezirksvertretung OSt zur Villa Kunterbunt wurde nicht behandelt, da sie zu spät eingereicht worden ist. Eine Befassung wäre dennoch möglich gewesen, wenn alle Fraktionen zugestimmt hätten. Das kam jedoch nicht zustande, da es von der AfD abgelehnt worden ist, die CDU hat sich enthalten und SPD und Grüne wären für eine Behandlung gewesen.