Umgestaltung des denkmalgeschützten Kriegerehrenmals
Aus der Verwaltungsvorlage „Denkmalgeschütztes Kriegerehrenmal an der Unterstr./Ecke Alte
Bahnhofstr. der Ehrenmal-Vereinigung e.V. in Langendreer“ (Nr.: 20261325) geht hervor, dass
das Stadtarchiv die Auffassung vertritt, dass aufgrund der „martialisch-militarischen Form […]
der partielle Rückbau dieses Soldaten die Chance bietet, in einer anderen Formensprache auch
einer anderen Auffassung von Gedenk- und Erinnerungskultur Raum zur Entfaltung zu geben“.
Zudem heißt es: „Die Untere Denkmalbehörde und Stadtarchiv sind daher übereinstimmend der
Auffassung, dass eine angemessene Gedenktafel diese Einordnung und Justierung zu leisten
vermag.“
Vor diesem Hintergrund fragt die Fraktion Die Linke im Rat der Stadt Bochum:
1. Inwiefern ist vorgesehen, dass die Gedenktafel den Ersten und Zweiten Weltkrieg sowie
deren Folgen in einer Weise einordnet, die auch die Rolle von Militarismus und
nationalistischen Ideologien kritisch thematisiert?
2. Aufgrund der seit 1987 wiederholten Beschädigungen des Denkmals, vor allem der
Abtrennung des Kopfes, wurde dieses von Teilen der Öffentlichkeit symbolisch neu
interpretiert und als Mahnmal gegen eine Verherrlichung von Krieg verstanden. Hat die
Untere Denkmalbehörde diese veränderte Rezeptions- und Bedeutungsebene bei ihrer
Bewertung des Denkmals berücksichtigt?
