Pausierung Förderprogramm Balkonkraftwerke

Die Linke im Rat der Stadt Bochum

In der 4. Tranche der Nachhaltigkeitsstrategie wird unter Maßnahme 02 das Ziel gesetzt, in Bochum den Ausbau der Photovoltaik sowie die Solarstromerzeugung (unter Einbeziehung geschulter BürgerSolarBerater*innen) voranzutreiben. Weiterhin wird unterstrichen, dass „[…] ein massiver Ausbau der Nutzung von erneuerbaren Energien erforderlich […]“ ist, um Klimaneutralität zu erreichen. Dabei wird aufgezählt, dass die Flächennutzung u.a. an Balkonen einen wichtigen Beitrag dazu leisten kann. Daraus lässt sich schließen, dass der Förderung von Balkonkraftwerken eine besondere Bedeutung beizumessen ist.
Gerade für die anvisierte Zielgruppe (Haushalte mit geringem Einkommen) stellt dieses Förderprogramm einen großen Mehrwert dar, da Balkonkraftwerke zu großen Einsparungen bei den Energiekosten führen können. Nach aktuellen Schätzungen kann eine solche Anlage inzwischen etwa 10 bis 15 Prozent des jährlichen Strombedarfs eines Zwei-Personen-Haushalts decken. Hier zeigt sich, dass die Energiewende kein Thema für Besserverdienende ist, sondern dass alle davon profitieren können. Allerdings ist es schwieriger, gerade Haushalte mit geringem Einkommen über die Kanäle der Stadtverwaltung zu erreichen, zumal diese Zielgruppe Investitionen eher skeptisch gegenübersteht. Daher erfordert die erfolgreiche Einführung dieses Förderprogramms erhöhte Kommunikationsanstrengungen und eine gewisse Anlaufzeit, um Bekanntheit zu erlangen und entsprechend genutzt zu werden.
 

Vor diesem Hintergrund fragt die Fraktion Die Linke im Rat der Stadt Bochum:


1.  Aus welchen Gründen wurde das Förderprogramm Balkonkraftwerke aus der 3. Tranche nach dem Start am 31.12.2025 bereits wieder pausiert?
2. Ist vorgesehen, das Förderprogramm fortzuführen?
3. Sollen die Kommunikationsbemühungen in Richtung der Zielgruppe (Haushalte mit geringem Einkommen) intensiviert werden? Wenn ja, wie?