Hitze-Risikogebiete in Bochum und Anpassungsmaßnahmen
Ein aktueller Bericht des Landesamtes für Natur, Umwelt und Klima (LANUK) sowie der dazugehörige Klimaatlas
NRW machen deutlich, dass die klimatische Belastung in Ballungsräumen wie dem Ruhrgebiet massiv zunimmt.
Laut aktuellen Analysen ist ein Viertel aller Kommunen in NRW dringend handlungsbedürftig, um die
Bevölkerung vor extremen Hitzewellen zu schützen. Der Bericht betont, dass die Belastung nicht nur
geografisch, sondern auch sozial ungleich verteilt ist: Ältere Menschen, Kinder und sozial schwächere Gruppen
in hochverdichteten Wohnquartieren sind besonders gefährdet, da sich Asphalt und Gebäude tagsüber stark
aufheizen und nachts aufgrund fehlender Luftaustauschflächen kaum abkühlen.
Vor diesem Hintergrund fragt die Fraktion Die Linke im Rat der Stadt Bochum:
1. Welche Stadtteile, Quartiere oder Straßenzüge im Bochumer Stadtgebiet werden nach den
aktuellen Daten des LANUK bzw. des Klimaatlas NRW als Gebiete mit „höchster
Handlungspriorität“ eingestuft?
2. Welche baulichen oder planerischen Maßnahmen unternimmt die Stadt Bochum in diesen
identifizierten Gebieten aktuell bzw. sind für die nahe Zukunft geplant, um die Hitzebelastung zu
senken?
3. Wird hierbei auf die Schaffung zusätzlicher Grünflächen, Fassadenbegrünung und den Erhalt von
Frischluftschneisen gesetzt?
4. Inwieweit berücksichtigt die Stadt bei der Planung von Klimaanpassungsmaßnahmen die soziale
Struktur der betroffenen Gebiete (z.B. hohe Kinderdichte oder hoher Anteil älterer Bewohner),
wie es der aktuelle Bericht als notwendiges Kriterium für die Priorisierung vorschlägt?
5. Gibt es für die notwendige klimatische Sanierung jener Straßenzüge mit hoher/höchster
Handlungspriorität bereits feste Budgetplanungen oder werden hierfür spezielle Fördermittel des
Landes oder Bundes abgerufen?
