Frauenhäuser und Opferschutz
(Nachfragen zur Antwort der Verwaltung 20260176) In der vorliegenden Antwort geht die Verwaltung auf unterschiedliche Beratungsangebote und Projekte ein, die in Bochum zum Schutz vor sexualisierter oder körperlicher Gewalt FLINTA*- bzw. Frauen gegenüber existieren. Hieraus wird auf der einen Seite deutlich, dass schon einiges getan wird, auf der anderen Seite aber ebenso, wie viel Bedarf noch besteht.
Zudem wird fälschlicherweise die Organisation „Frauen in Not“ benannt, als eine Beratungsstelle die „spezialisierte Hilfs- und Beratungsangebote“ im Falle häuslicher Gewalt anbietet. „Frauen in Not“ ist aber eine Anlaufstelle für wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohter Frauen. Dies sollte auch der Stadt Bochum bekannt sein. Bedenklich stimmt ebenso, dass in der Antwort die einzige angeführte besondere Beratung ein Angebot für männliche Opfer von häuslicher Gewalt ist.
Die Linke im Rat der Stadt Bochum fragt deshalb an:
1. Wieso wird „Frauen in Not“ noch immer als Organisation zum Schutz vor Gewalt von Frauen/FLINTA* angegeben, wenn es doch aber eine Anlaufstelle für wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohter Frauen darstellt?
2. Wieso gibt es nur eine spezialisiert Adresse, die sich dann nur an männliche Opfer richtet? Welche Angebote gibt es, die sich speziell an FLINTA* richten? Werden intersektionale Ansätze verfolgt?
3. In der Antwort auf Frage 7 wird von Seiten der Verwaltung betont, dass ein „runder Tisch“ in Bezug auf ein zweites Frauenhaus in Bochum „sicherlich sinnvoll“ wäre. Warum gibt es diesen runden Tisch noch nicht?
4. Welche Planungen gibt es überhaupt in Bezug auf ein zweites Frauenhaus in Bochum?
