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Das Deutsche Bergbau-Museum in Bochum, aufgenommen am 14.09.2019. +++ Foto: Lutz Leitmann/Stadt Bochum

Fehlende Anlaufstellen für Opfer von sexualisierter Gewalt

Die Linke im Rat der Stadt Bochum, ASUN

Wie die WAZ am 11.05.20261 berichtete, wurde eine von sexualisierter Gewalt betroffene Frau
an einer auf der Internetseite der Stadt Bochum aufgeführten Anlaufstelle im St.-Elisabeth-
Hospital abgewiesen, da das entsprechende Angebot dort derzeit nicht zur Verfügung steht. Hintergrund ist die landesweite Umstellung auf die neue „Vertrauliche Spurensicherung“ (VSS), die mit umfassenden Zertifizierungs- und Qualitätssicherungsverfahren verbunden ist. Die hierfür erforderlichen Zertifizierungen sind im St.-Elisabeth-Hospital bislang noch nicht abgeschlossen. 

Auch der Sprecher der Stadt, Thomas Sprenger, verweist hinsichtlich der angespannten Versorgungssituation auf den laufenden Umstellungsprozess und bezeichnet die derzeitige Situation als „Übergangsphase“. Weiterhin, so Sprenger: „Sie [Die Anfrage der WAZ in Bezug auf die Situation] hat sichtbar gemacht, wo nachgeschärft werden muss, um Betroffenen schnell, klar und verlässlich den richtigen Zugang zu ermöglichen. Die Stadt Bochum werde die Abläufe kurzfristig mit allen beteiligten Partnern überprüfen und weiterentwickeln. Die Gespräche dazu haben bereits begonnen.“

Im Zuge dessen fragt die Fraktion Die Linke im Rat der Stadt Bochum:

1. Welche Maßnahmen wurden bisher konkret umgesetzt, um Betroffene entsprechend zu
unterstützen?

2. Welche Institutionen und weitere Akteur*innen sind in die angekündigte Überprüfung
und Weiterentwicklung der Abläufe eingebunden, und wie wird die Zusammenarbeit
zwischen den beteiligten Stellen koordiniert?

3. Nach welchen Kriterien werden die bestehenden Abläufe evaluiert, um
Versorgungslücken zu identifizieren und die Verlässlichkeit der Angebote für Betroffene
zu verbessern?

4. Bis wann rechnet die Verwaltung damit, die aktuelle Versorgungslücke zu schließen?

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