<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
    <rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom">
        <channel>
            <title>Die Linke Ratsfraktion Bochum: RSS-Feed</title>
            <link>https://www.dielinke-bochum-ratsfraktion.de/</link>
            <description></description>
            <language>de</language>
            <copyright>Die Linke Ratsfraktion Bochum</copyright>
            
            <pubDate>Thu, 27 Aug 2026 02:53:19 +0200</pubDate>
            <lastBuildDate>Thu, 27 Aug 2026 02:53:19 +0200</lastBuildDate>
            
            <atom:link href="https://www.dielinke-bochum-ratsfraktion.de/start/aktuelles/feed.rss" rel="self" type="application/rss+xml" />
            <generator>TYPO3 News</generator>
            
            
            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-378358</guid>
                <pubDate>Fri, 21 Aug 2026 12:57:26 +0200</pubDate>
                <title>Taxigewerbe nicht länger vertrösten</title>
                <link>https://www.dielinke-bochum-ratsfraktion.de/start/aktuelles/detail-pressemitteilungen/news/taxigewerbe-nicht-laenger-vertroesten/</link>
                <author>Die Linke im Rat der Stadt Bochum</author>
                <description>Die Situation des Bochumer Taxigewerbes spitzt sich weiter zu. Trotzdem hat die Stadt bislang keine Entscheidung über die Einführung von Mindestbeförderungsentgelten für Mietwagen getroffen. Während andere Städte längst handeln, verweist Bochum weiterhin auf eine laufende fachliche Prüfung. </description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Dazu die Fraktionsvorsitzende der Linken im Rat Bochum, Wiebke Köllner:</p>
<p>„Für das Bochumer Taxigewerbe wird die Luft immer dünner – und die Stadt schaut weiter zu. Wir haben bereits vor längerer Zeit gefordert, Mindestbeförderungsentgelte für Mietwagen einzuführen. In Essen und Dortmund gibt es inzwischen entsprechende Regelungen. Bochum prüft dagegen noch immer. Wir erwarten von der Verwaltung, dass sie diese Erfahrungen auswertet&nbsp; und jetzt zügig zu einem Ergebnis kommt.“</p>
<p>Bochum will zunächst eine eigene gutachterliche Untersuchung durchführen. Nach Angaben der Verwaltung sollen dabei die örtlichen Gegebenheiten und Daten des Personenbeförderungsgewerbes berücksichtigt werden.&nbsp;Die Linke fordert, die gutachterliche Prüfung der Stadt schnell abzuschließen und anschließend ein verbindliches Mindestbeförderungsentgelt für Mietwagenfahrten einzuführen. Dazu Wiebke Köllner weiter:</p>
<p>„Natürlich muss eine Regelung zu Bochum passen und rechtssicher sein. Aber die Stadt kann nicht monatelang prüfen, während das örtliche Taxigewerbe ums Überleben kämpft. Essen und Dortmund zeigen, dass Handeln möglich ist. Bochum muss jetzt endlich nachziehen und für faire Wettbewerbsbedingungen sorgen.“</p>
<p>Denn Uber und andere Plattformanbieter zerstören mit unfairem Wettbewerb und Kampfpreisen das Taxigewerbe. Das ist Raubtierkapitalismus pur. Viele Taxifahrerinnen und Taxifahrer stehen schon jetzt wirtschaftlich mit dem Rücken zur Wand. Der ruinöse Wettbewerb ist brandgefährlich, für die Beschäftigten und für die Fahrgäste.</p>
<p>Dazu Wiebke Köllner abschließend: „Sobald das traditionelle Taxigewerbe ruiniert ist, werden Uber und Co. ihre Preise anziehen. Dann wird es richtig teuer. Denn für Mietwagenunternehmen gelten – anders als für Taxis –&nbsp;keine Preisobergrenzen. Schon heute werden zu stark frequentierten Zeiten&nbsp;Mondpreise&nbsp;verlangt, die vielfach über den regulären Taxitarifen liegen.“</p>]]></content:encoded>
                
                <enclosure url="https://www.dielinke-bochum-ratsfraktion.de/fileadmin/kvbochum.ALT/Fraktion_Bochum/Photos_PMs/Verkehr_Umwelt_Stadtentwicklung/20240220_Pexels_pixabay_Taxi.jpg" length="0" type="image/jpeg"/>
            </item>


            
            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-378277</guid>
                <pubDate>Tue, 04 Aug 2026 17:10:07 +0200</pubDate>
                <title>Konzertverbot und Zensur wegen Vonovia?</title>
                <link>https://www.dielinke-bochum-ratsfraktion.de/start/aktuelles/detail-pressemitteilungen/news/konzertverbot-und-zensur-wegen-vonovia/</link>
                <author>Die Linke im Rat der Stadt Bochum</author>
                <description>Die Linke in Bochum zeigt sich solidarisch mit dem Orchester Lebenslaute</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Das politische Orchester Lebenslaute berichtet, dass eine bereits bestätigte Raumreservierung für das Konzert „Viva la Musica – enteignet Vonovia“ im Kunstmuseum Bochum gekündigt wurde. Geplant war ein Konzert mit klassischer Musik und Redebeiträgen zu Wohnungsnot und dem Geschäftsmodell großer Immobilienkonzerne. Das Kunstmuseum begründet die Kündigung damit, dass Lebenslaute in der Veranstaltungsankündigung den Namen des Wohnungskonzerns Vonovia nennen wolle und deshalb Verleumdung oder üble Nachrede nicht ausgeschlossen werden könne. Dazu Maria Trautmann, sachkundige Bürgerin im Ausschuss für Kultur und Tourismus für die Ratsfraktion Die Linke in Bochum:<br><br>„Wohnungsnot, Verdrängung und Mietenexplosion sind reale Probleme, von denen uns viele Menschen bei Gesprächen an der Haustür berichten. Angesichts der bundesweiten Einschränkungen der Kunstfreiheit ist es ein fatales Signal, wenn eine Veranstaltung zu diesen Themen in einer kommunalen Kulturinstitution zensiert wird. Wir werden das Geschehnis im Ausschuss weiterverfolgen“.<br><br>Die Ratsfraktion Die Linke solidarisiert sich mit dem Orchester Lebenslaute und unterstützt die Forderung, dass das Konzert wie geplant stattfinden kann. Lara Lösch, Kreissprecherin der Bochumer Linken:<br>"Gerade öffentliche Kultureinrichtungen müssen Orte sein, an denen gesellschaftliche Konflikte und politische Debatten ihren Platz haben. Dazu gehört auch, die Rolle profitorientierter Immobilienkonzerne wie Vonovia kritisch zu thematisieren. Kunst muss Missstände benennen und unbequeme Fragen stellen. Ein Konzert, das sich mit den sozialen Folgen der Wohnungspolitik auseinandersetzt, gehört in den öffentlichen Raum.“</p>]]></content:encoded>
                
                <enclosure url="https://www.dielinke-bochum-ratsfraktion.de/fileadmin/_processed_/e/7/csm_AdobeStock_209416788_76173c0241.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/>
            </item>


            
            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-376923</guid>
                <pubDate>Thu, 16 Jul 2026 10:58:28 +0200</pubDate>
                <title>Geologischer Garten nach Frau benennen</title>
                <link>https://www.dielinke-bochum-ratsfraktion.de/start/aktuelles/detail-pressemitteilungen/news/geologischer-garten-nach-frau-benennen/</link>
                <author>Die Linke im Rat der Stadt Bochum, Carolin Paskuda</author>
                <description></description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,<br>meine Damen und Herren,</p>
<p>liebe Gäst:innen,</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Straßen, Plätze und öffentliche Anlagen nach Menschen zu benennen, ist eine schöne und wichtige Form der Erinnerungskultur. Sie macht Geschichte im Alltag sichtbar und erinnert uns daran, welche Persönlichkeiten unsere Stadt und unsere Gesellschaft geprägt haben.</p>
<p>Gerade deshalb sollten wir bei jeder Neu- oder Umbenennung sorgfältig überlegen, welche Botschaft wir damit verbinden. Denn jede Benennung ist nicht nur ein Blick zurück, sondern auch ein Zeichen dafür, welche Geschichten und Vorbilder wir künftig im öffentlichen Raum sichtbar machen wollen und wen wir für erinnerungswürdig halten.</p>
<p>Niemand in unserer Fraktion stellt die Verdienste von Karl Liedtke infrage. Sein politisches Wirken für Bochum verdient Anerkennung und Erinnerung.</p>
<p>Doch jede Benennung ist auch eine politische Entscheidung darüber, wessen Geschichte wir erzählen. Und bislang erzählen unsere Straßen, Plätze und Parks vor allem die Geschichte von Männern. Es wird Zeit, dass Frauen, die Großes für unsere Stadt und unsere Gesellschaft geleistet haben, im öffentlichen Raum endlich auch den Platz bekommen, den sie verdienen.</p>
<p>Genau deshalb hat der Beirat für Frauen, Geschlechtergerechtigkeit und Emanzipation in seiner Sitzung am 28.06.2022 festgehalten, dass bei Neu- und Umbenennungen verbindlich zu prüfen ist, ob eine Frau als Namensgeberin in Betracht kommt. Diese Prüfung ist uns bislang nicht vorgelegt worden und wir würden doch erwarten, dass sich Verwaltung und Politik hier an ihre eigenen Vorgaben halten.</p>
<p>Mit Erna Philipp gibt es eine Bochumer Persönlichkeit, die Herausragendes geleistet hat. Sie unterstützte jüdische Menschen in Zeiten der Verfolgung, organisierte gemeinsam mit Else Hirsch Kindertransporte und rettete damit vielen Kindern das Leben. Während Else Hirsch bereits im Stadtbild gewürdigt wird, fehlt eine entsprechende Ehrung für Erna Philipp bis heute.</p>
<p>Dies ist ein offener Vorschlag, unser Änderungsantrag verlangt keine endgültige Festlegung auf eine Person, sondern zunächst eine Prüfung und einen Vorschlag der Verwaltung. Lassen Sie uns die Chance nutzen, Erinnerungskultur endlich vielfältiger und gerechter zu gestalten.&nbsp;</p>
<p>Zum Abschluss möchte ich noch anmerken: Wir sind hier im Rat ja nicht die einzige Fraktion, die für sich in Anspruch nimmt, feministisch zu sein. Das wäre doch eine gute Gelegenheit zu zeigen, dass dies ein ernst gemeinter Anspruch und nicht nur leere Worte sind.</p>
<p>Wir bitten um Zustimmung zu unserem Änderungsantrag.</p>
<p>Vielen Dank.</p>]]></content:encoded>
                
                
            </item>


            
            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-376909</guid>
                <pubDate>Wed, 15 Jul 2026 12:19:56 +0200</pubDate>
                <title>KoFabrik: AfD setzt Kulturkampf fort</title>
                <link>https://www.dielinke-bochum-ratsfraktion.de/start/aktuelles/detail-pressemitteilungen/news/kofabrik-afd-setzt-kulturkampf-fort/</link>
                <author>Die Linke im Rat der Stadt Bochum</author>
                <description>Mit der umfangreichen Anfrage &quot;Zusammenarbeit der Stadt mit dem anscheinend linksextremistischen Verein Quartiershalle in der KoFabrik eV.“ in der Juni-Ratssitzung setzt die AfD ihren Kulturkampf fort. </description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Das passt zu der bundesweiten Strategie der AfD, zivilgesellschaftliches und demokratisches Engagement zu diffamieren und missliebige Akteure mit parlamentarischen Anfragen unter Druck zu setzen.</p>
<p>Der Vorstand der Quartiershalle in der KoFabrik hat darauf mit einem <a href="https://quartiershalle.de/site/assets/files/1172/offener_brief_quartiershalle_in_der_kofabrik_ev.pdf" target="_blank" rel="noreferrer">Offenen Brief</a> an die AfD-Fraktion reagiert, der zur Kennnis auch an den Oberbürgermeister und die anderen Ratsfraktionen ging. Die Ratsfraktion Die Linke hat dem Vorstand in ihrer Antwort ihre Solidarität ausgesprochen:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Lieber Vorstand der Quartiershalle in der Ko-Fabrik,</p>
<p>vielen Dank für Euren Offenen Brief und die klare Positionierung zu der Anfrage der AfD in der Ratssitzung vom 18. Juni 2026. Diese Anfrage passt zu der bundesweiten Strategie der AfD, zivilgesellschaftliches und demokratisches Engagement zu diffamieren und missliebige Akteure mit parlamentarischen Anfragen unter Druck zu setzen.</p>
<p>Die KoFabrik ist seit Jahren ein Ort des sozialen, kulturellen und politischen Austauschs. Dort kommen unterschiedliche Initiativen, Vereine, Parteien und Menschen verschiedener Nationalitäten zusammen. Das ist Ausdruck einer lebendigen Zivilgesellschaft und kein Anlass, öffentliche Förderung oder Kooperationen grundsätzlich infrage zu stellen. Letztlich werdet Ihr angegriffen, weil Ihr Räume für gesellschaftliche Debatten, politische Bildung und den Protest gegen Rechtsextremismus anbietet. Dieser Angriff ist ein Angriff auf den demokratischen Pluralismus und die Vielfalt in Bochum.</p>
<p>Die AfD will Demokratie, Pluralismus und Vielfalt nicht. Sie will einen homogenen Nationalismus und #deutschdenken. Wir alle wissen, wohin dieses Denken schon einmal geführt hat.</p>
<p>Als Ratsfraktion Die Linke werden wir uns auch weiterhin dafür einsetzen, dass demokratisches und zivilgesellschaftliches Engagement geschützt und gestärkt wird. Menschen und Initiativen, die sich für ein solidarisches, vielfältiges und demokratisches Bochum einsetzen, verdienen Rückhalt und keine Diffamierung.</p>
<p>Wir wünschen Euch für Eure weitere Arbeit viel Kraft und Erfolg.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mit solidarischen Grüßen</p>
<p>Wiebke Köllner, Carolin Paskuda</p>
<p>Fraktionsvorsitzende</p>
<p>Die Linke im Rat der Stadt Bochum</p>]]></content:encoded>
                
                <enclosure url="https://www.dielinke-bochum-ratsfraktion.de/fileadmin/kvbochum.ALT/Fraktion_Bochum/Photos_PMs/quartiershalle01.800x0.jpg" length="0" type="image/jpeg"/>
            </item>


            
            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-376896</guid>
                <pubDate>Wed, 15 Jul 2026 08:43:15 +0200</pubDate>
                <title>Umbenennung Geologischer Garten: Jetzt sind die Frauen an der Reihe</title>
                <link>https://www.dielinke-bochum-ratsfraktion.de/start/aktuelles/detail-pressemitteilungen/news/geologischer-garten-jetzt-sind-die-frauen-an-der-reihe/</link>
                <author>Die Linke im Rat der Stadt Bochum</author>
                <description>Der Geologische Garten soll auf Bitte des ehemaligen Bundestagspräsidenten Norbert Lammert (CDU) um den Namen des ehemaligen Bochumer SPD-Abgeordneten Karl Liedtke ergänzt werden. Das soll nach dem Willen der Verwaltung morgen im Rat so beschlossen werden.</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Die Fraktionsvorsitzende Carolin Paskuda äußert sich dazu:</p>
<p>„Karl Liedtke wäre sicher ein würdiger Namensgeber. Doch bei neuen Benennungen von Straßen, Plätzen oder Gärten sind in Bochum jetzt die Frauen an der Reihe. Schließlich liegt zum Beispiel das Verhältnis bei den Straßen bei ungefähr 1:10, obwohl Frauen rund die Hälfte der Bevölkerung stellen. Wir hätten von der Verwaltung erwartet, dass sie sich daran hält, was der Frauenbeirat bereits vor vier Jahren festgehalten hat.“</p>
<p>So hat der Beirat „Frauen, Geschlechtergerechtigkeit und Emanzipation“ am 28.06.2022 darauf gedrungen, „dass bei einer Umbenennung oder Benennung von Plätzen eine verbindliche Prüfung stattfindet, ob es eine Frau gibt, die sich sachlich und örtlich in das Gebiet einfindet und neue Namensgeberin werden kann.“ Dabei sollte sich an der Liste bedeutender historischer Frauen orientiert werden. Das sind immerhin 500 Namen. Dazu Carolin Paskuda weiter:</p>
<p>„Wir schlagen Erna Philipp (1896–1989) vor. Sie passt zwar sachlich ebenso wenig wie Karl Liedkte zum Botanischen Garten, war aber wenigstens eine Frau. Gemeinsam mit Else Hirsch organisierte sie ab 1938 Kindertransporte und ermöglichte so zahlreichen Kindern die Flucht vor den Nationalsozialisten. Nach Else Hirsch ist eine Straße benannt, für ihre Mitstreiterin Erna Philipp gibt es bislang nichts Entsprechendes. Deshalb wird es jetzt Zeit, gerade auch vor dem Hintergrund des wachsenden Antisemitismus ebenfalls diese mutige Frau zu ehren.“</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                
                <enclosure url="https://www.dielinke-bochum-ratsfraktion.de/fileadmin/_processed_/b/c/csm_Geologischer_Garten_49bd13cd2d.png" length="0" type="image/png"/>
            </item>


            
            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-376872</guid>
                <pubDate>Mon, 13 Jul 2026 18:52:10 +0200</pubDate>
                <title>Grundsicherung: Linke schlägt Ratsresolution vor</title>
                <link>https://www.dielinke-bochum-ratsfraktion.de/start/aktuelles/detail-pressemitteilungen/news/grundsicherung-linke-schlaegt-ratsresolution-vor/</link>
                <author>Die Linke im Rat der Stadt Bochum</author>
                <description>Mit einer Ratsresolution soll der Rat die Verwaltung auffordern, alle kommunalen Spielräume auszuschöpfen, um die sozialen Folgen der neuen Grundsicherung abzumildern und unzumutbare Härten abzuwenden.</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Das beantragt die Ratsfraktion Die Linke für die nächste Ratssitzung am kommenden Donnerstag, denn mit der ab der 1. Juli geltenden Gesetzesverschärfung sind massive Einschnitte für Menschen zu befürchten, die auf Unterstützung angewiesen sind. Dazu die Fraktionsvorsitzende Wiebke Köllner:</p>
<p>„Die neue Grundsicherung verschärft die Armut, schürt&nbsp; Existenzängste und stellt Betroffene unter Generalverdacht, das befürchtet nicht nur der Paritätische. Es gelten deutlich verschärfte Sanktionen bis hin zum vollständigen Leistungsentzug für Regelverletzungen, die insbesondere für Menschen mit psychischen Belastungen – oft auch infolge von Arbeitslosigkeit – zu einem erheblichen Problem werden können. Existenzängste, Wohnungsverlust und die Gefährdung des verfassungsrechtlich garantierten Existenzminimums können die Folgen sein.“</p>
<p>Nicht umsonst haben der Sozialverband VdK Deutschland und der Sozialverband Deutschland (SoVD) verfassungsrechtliche Bedenken gegen die neue Grundsicherung. Denn das Grundgesetz verpflichtet dazu, allen Menschen, die ihren Lebensunterhalt nicht aus eigener Kraft sichern können, die materiellen Voraussetzungen für ein menschenwürdiges Leben und Teilhabe zu sichern. Dazu Wiebke Köllner weiter:</p>
<p>„Statt Armut zu bekämpfen, werden zentrale Verbesserungen des Bürgergeldes zurückgenommen. Verschärfte Sanktionen treffen ganze Bedarfsgemeinschaften und damit auch Kinder und Jugendliche, die so die Folgen einer Politik tragen, für die sie keinerlei Verantwortung haben. Wer das Existenzminimum kürzt, spart nicht am Bürgergeld, sondern an der Menschenwürde – das ist ein Frontalangriff auf den Sozialstaat. Deshalb bedauern wir es sehr, dass sich unserer Resolution nur Die Partei angeschlossen hat.“</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                
                <enclosure url="https://www.dielinke-bochum-ratsfraktion.de/fileadmin/_processed_/4/8/csm_photocase_5030612_3812a1a6cd.jpg" length="0" type="image/jpeg"/>
            </item>


            
            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-376799</guid>
                <pubDate>Tue, 07 Jul 2026 15:14:27 +0200</pubDate>
                <title>BFH-Einsatzleiter gibt Befehl zur Körperverletzung</title>
                <link>https://www.dielinke-bochum-ratsfraktion.de/start/aktuelles/detail-pressemitteilungen/news/bfh-einsatzleiter-gibt-befehl-zur-koerperverletzung/</link>
                <author>Die Linke im Rat der Stadt Bochum</author>
                <description></description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Die Linke Bochum ist darüber entsetzt, dass ein Einsatzleiter der Bochumer Beweissicherungs- und Festnahmehundertschaft (BFH) bei einem Einsatz in Erfurt im Zusammenhang mit den friedlichen Gegenprotesten gegen den AfD-Parteitag offensichtlich einen Einsatzbefehl erteilt hat, der billigend in Kauf nahm, dass Menschen&nbsp;schwere Kopfverletzungen davontragen können. Dazu die Kreissprecherin Lara Lösch:</p>
<p>„Auf Videoaufnahmen ist aus unserer Sicht deutlich zu hören, wie der Einsatzleiter mindestens zweimal anordnet, friedlichen Demonstrierenden die Beine wegzuziehen, damit sie direkt hinfallen. Ein solcher Befehl birgt erhebliche Risiken und hätte leicht dazu führen können, dass Menschen verletzt werden. Ich war selbst vor Ort und habe, unabhängig von dieser konkreten Situation, Polizeigewalt gegen Demonstrierende beobachtet. Genau deshalb dürfen solche Vorfälle nicht als Einzelfälle abgetan werden. Sie werfen grundsätzliche Fragen nach der Einsatzstrategie, der Verhältnismäßigkeit polizeilichen Handelns und der Kontrolle von Polizeigewalt auf.“</p>
<p>Für Die Linke wird mit einem solchen Einsatzbefehl der Rahmen der Verhältnismäßigkeit eines rechtsstaatlichen Polizeieinsatzes deutlich überschritten. Denn polizeiliches Handeln muss auf Deeskalation hinwirken und die körperliche Unversehrtheit beachten, gerade auch bei friedlichen Protesten wie in Erfurt.&nbsp;Mit der Anordnung des Sturzes von Demonstrierenden werden Grenzen überschritten. Dazu Ratsmitglied Elias Bala, für Die Linke im Polizeibeirat:</p>
<p>„Ich werde mich dafür einsetzen, den Vorfall auf der nächsten Sitzung des Polizeibeirates zu thematisieren und Aufklärung zu leisten. Es ist zu prüfen, ob disziplinarische Konsequenzen gezogen werden sollten. Außerdem steht die Frage im Raum, ob es sich um das Fehlverhalten eines einzelnen Polizisten handelt, oder ob es in der Bochumer BFH ein strukturelles Problem gibt.“</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                
                <enclosure url="https://www.dielinke-bochum-ratsfraktion.de/fileadmin/_processed_/d/f/csm_Stoppt_Polizeigewalt_202549d8f9.jpg" length="0" type="image/jpeg"/>
            </item>


            
            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-376552</guid>
                <pubDate>Tue, 23 Jun 2026 13:02:13 +0200</pubDate>
                <title>Bochum soll Sicherer Hafen bleiben</title>
                <link>https://www.dielinke-bochum-ratsfraktion.de/start/aktuelles/detail-pressemitteilungen/news/bochum-soll-sicherer-hafen-bleiben/</link>
                <author>Die Linke im Rat der Stadt Bochum</author>
                <description>Die Ratsfraktion Die Linke Bochum begrüßt die Neuauflage der Spendenkampagne „Bochum rettet 2.0“ und unterstützt das Engagement der Bochumer Zivilgesellschaft für die zivile Seenotrettung und die Solidarität mit Geflüchteten. </description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>In der Ratssitzung am 18. Juni wurde ein Antrag der AfD, mit dem Bochum aus dem Bündnis „Sicherer Hafen“ austreten sollte, mit den Stimmen aller anderen Ratsmitglieder deutlich abgelehnt. FDP und UWG:WAT haben einen&nbsp; inhaltlich ähnlichen Antrag letztlich zurückgezogen. Dazu die Fraktionsvorsitzende Carolin Paskuda:</p>
<p>„Wer wie die AfD mit perfiden Falschbehauptungen Schutzsuchende zum politischen Feindbild macht und Geflüchtete für rassistische Stimmungsmache missbraucht, stellt sich gegen die Werte einer solidarischen Stadtgesellschaft. Bochum hat sich bewusst dem Bündnis Sicherer Hafen angeschlossen und damit ein klares Zeichen für Menschlichkeit, Verantwortung und internationale Solidarität gesetzt. Daran darf nicht gerüttelt werden.“</p>
<p>Die Neuauflage von „Bochum rettet“ ist eine Antwort auf die jüngsten Angriffe auf dieses Selbstverständnis. Bereits 2022 gelang es durch das gemeinsame Engagement von Initiativen, Vereinen, Gewerkschaften, Kirchengemeinden, politischen Akteur*innen und vielen Einzelpersonen, rund 40.000 Euro für die zivile Seenotrettung zu sammeln. Mit Unterstützung der Stadt Bochum konnten die Spenden damals zusätzlich aufgestockt werden. Dazu Carolin Paskuda weiter:</p>
<p>„Die zivile Seenotrettung rettet Menschenleben. Deshalb werden wir uns dafür einsetzen, dass die Stadt jetzt wieder die Spenden aufstockt. Bochum ist und muss ein Sicherer Hafen bleiben.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hier geht es zur&nbsp;<a href="https://sea-eye.org/spenden/spendenaktion/?cfd=9diyc" target="_blank" title="https://sea-eye.org/spenden/spendenaktion/?cfd=9diyc" rel="noreferrer">Spendenaktion BochumRettet 2.0</a>!</p>]]></content:encoded>
                
                <enclosure url="https://www.dielinke-bochum-ratsfraktion.de/fileadmin/kvbochum.ALT/Fraktion_Bochum/Photos_PMs/seebruecke_logo-bildrot.png" length="0" type="image/png"/>
            </item>


            
            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-376487</guid>
                <pubDate>Thu, 18 Jun 2026 13:59:59 +0200</pubDate>
                <title>Für eine Gesamtschule statt Gymnasium in Mitte</title>
                <link>https://www.dielinke-bochum-ratsfraktion.de/start/aktuelles/detail-pressemitteilungen/news/fuer-eine-gesamtschule-statt-gymnasium-in-mitte/</link>
                <author>Die Linke im Rat der Stadt Bochum, Elias Bala</author>
                <description></description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Lukat, sehr geehrte demokratische Ratsmitglieder, verehrte Zuschauende, sehr geehrte Damen und Herren,<br>&nbsp;<br>wir lehnen dieses Gymnasium ab und werden mit „Nein“ stimmen.<br>Es gibt zwei wesentliche Gründe:</p>
<p>Erstens handelt es sich um ein Gymnasium.</p>
<p>Zweitens der Ort</p>
<p>Zunächst zum Punkt, dass es sich um ein Gymnasium handelt:</p>
<p>Das mehrgliedrige deutsche Bildungssystem ist ungerecht und dysfunktional, es reproduziert soziale Klassen. Sozial- und erziehungswissenschaftliche Studien weisen immer wieder darauf hin, dass der Lernerfolg auch durch diese überkommene Struktur beeinträchtigt wird. Die Schulform des Gymnasiums leistet dazu einen wesentlichen Beitrag. Es legt Bildungsbiografien früh fest, sorgt für die soziale Trennung der Schüler*innen und ist wenig durchlässig.</p>
<p>Die Gesamtschulen wurden vor Jahrzehnten, vor allem auch auf Initiative der SPD, eingeführt, um die historisch überholte Trennung aufzubrechen. Dieses Ziel ist noch nicht erreicht, aber die Gesamtschulen haben bewiesen, dass gemeinsames Lernen allen Schüler:innen nützt. Sie sind bei weitem nicht perfekt. Aber sie sind einem Gymnasium in vielen Punkten überlegen.</p>
<p>So sind Gymnasien nicht grundsätzlich inklusionspflichtig, anders als Gesamtschulen. Gymnasien haben die Möglichkeit, Schüler:innen abzuschulen. Der Ganztagansatz wird in Gesamtschulen deutlich konsequenter angegangen.</p>
<p>Nun mögen Sie mir Ideologie vorwerfen. Das können Sie gerne tun, bringt aber nicht viel. Denn den Vorwurf kann man Ihnen genauso machen: Indem Sie ideologisch verbohrt, entgegen den Befunden aus der Wissenschaft, ein neues Gymnasium als Tempel der Meritokratie errichten wollen, verbauen Sie zukünftigen Generationen von Schüler:innen die Möglichkeit anders zu lernen.<br>Und Sie können mir jetzt gerne das Konzept noch mal vorstellen, das auf der vergangenen ASB-Sitzung vorgestellt wurde. Das hört sich ja auch toll an. Aber ich frage mich doch, warum die dort vorgestellten Ansätze erstens nicht Standard in Bochum sind und zweitens, weshalb all das nicht an einer Gesamtschule möglich sein sollte.</p>
<p>Schulpolitik ist immer auch Steuerungspolitik. Sie ist Ausdruck dessen, was man sich politisch wünscht. Man kann sich entweder der Gymnasiallobby unterwerfen, eine Segregation im Bildungssystem fördern und bestehende Ungleichheiten reproduzieren. Oder man hört auf andere Verbände und versucht, diese Segregation in Bochum zu verhindern und einen Schritt hin zu einem gerechteren Bildungssystem zu unternehmen. Sowohl das eine als auch das andere sind politische Entscheidungen. Es braucht Schulplätze in Bochum, das ist unbestritten. Welche Art von Schulplätzen benötigt wird, muss diskutiert werden. Und meine Fraktion stellt sich hier ganz klar auf die Seite der Bildungsgerechtigkeit.<br>Wenn die Hälfte aller Gymnasien in der Bochumer Innenstadt und Umgebung steht, ist es selbstverständlich, dass sich Menschen dort anmelden. Ihr Argument für ein Gymnasium in der Innenstadt ist ein Zirkelschluss.</p>
<p>Das ist eine wunderbare Überleitung zum Ort.</p>
<p>Aus unserer Sicht ist City-Tor Süd kein wirklich guter Standort für eine Schule. Er hat aus unserer Sicht ein enormes Entwicklungspotenzial für zusätzliche Orte zur Erholung und Freizeitgestaltung. Daher schlagen wir vor, den Standort noch einmal zu überdenken.</p>
<p>Außerdem ist die Verkehrslage an der Viktoriastraße zu berücksichtigen. Elterntaxis werden hier weiterhin für Probleme sorgen. Eine wirksame Kontrolle dieser Problematik ist aufgrund der schwierigen Steuerung des Verkehrs an dieser Stelle schwierig.</p>
<p>Die Entwicklung dieser Schule an der Gahlenschen Straße wurde zurecht auch aufgrund der Interimscontainer verworfen. Die neue Planung sieht jedoch eben diese Interimscontainer für die ersten Jahre der neuen Schule vor. Das ist zumindest eine fragwürdige Entscheidung.</p>
<p>„Auch die Anpassung des Bebauungsplans ist mit der erforderlichen Bereitstellung des Schulraums zum Schuljahresbeginn 2027/2028 nicht vereinbar“. Das zeigt, dass hier alles sehr hastig geschieht. Trotz intensiver Suche stand bis vor wenigen Monaten keine Fläche zur Verfügung – und jetzt muss in sehr kurzer Zeit auf dieser frisch freigewordenen Fläche alles entschieden werden, ohne Bodengutachten, ohne Freiraumplanung, ohne abgeschlossenes Bebauungsplanverfahren. Ob eine Sporthalle an diesem Standort gebaut werden kann, soll erst noch geprüft werden. So etwas muss vor dem Bau klar sein und nicht erst nach dem Beschluss geprüft werden.</p>
<p>Zusammengefasst bleibt ein ideologisches Gymnasialprojekt auf einer dafür nicht wirklich geeigneten Fläche. Wir lehnen das ab und bitten um Zustimmung für unseren Änderungsantrag.<br>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                
                
            </item>


            
            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-376452</guid>
                <pubDate>Thu, 18 Jun 2026 13:05:00 +0200</pubDate>
                <title>Kein Aus für das Steckersolar-Förderprogramm</title>
                <link>https://www.dielinke-bochum-ratsfraktion.de/start/aktuelles/detail-pressemitteilungen/news/kein-aus-fuer-das-steckersolar-foerderprogramm/</link>
                <author>Die Linke im Rat der Stadt Bochum, Sonja Knobbe</author>
                <description></description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,</p>
<p>sehr geehrte demokratische Kolleg:innen,</p>
<p>Sehr geehrte Bürger:innen und Mitglieder der Verwaltung,</p>
<p>heute geht es um das Steckersolar-Förderprogramm. Ein Programm mit einem absolut richtigen gesellschaftlichen Auftrag: einkommensschwachen Haushalten den Zugang zu sauberer, bezahlbarer Energie zu ermöglichen.</p>
<p>Und was legt uns die Verwaltung heute vor? Nach einer reinen Laufzeit von gerade einmal drei Monaten das endgültige Aus. Weil die Zielgruppe angeblich kaum erreicht wurde. Wer glaubt denn ernsthaft, dass man ein sozialpolitisches Solar-Förderprogramm mitten im tiefsten Winter startet und nach drei Monaten eine belastbare Bilanz ziehen kann?</p>
<p>An dieser Stelle erinnere ich gerne daran, dass wir seit 1972 mit dem Bericht des Club of Rome eigentlich auch über Umwelt- und Klimaauswirkungen unseres Handelns Bescheid wissen sollten. Aber das ist bis heute nicht mal bei allen hier im Raum angekommen. Und bis das Ruhrgebiet begriffen hat, dass in der Kohle nicht die Zukunft der Region liegt, hat es auch mehrere Jahrzehnte gedauert.</p>
<p>Die SPD hat bis heute nicht mitbekommen, dass sie keine Volkspartei mehr, geschweige denn eine Partei der absoluten Mehrheit ist. Und große Teil der CDU - und der Fraktionsvorstand der SPD - haben immer noch nicht begriffen, dass hier ein Haufen veritabler Rechtsextremist:innen unter uns sitzt. Und den Bürger:innen der Stadt Bochum geben Sie gerade einmal drei Monate?!?</p>
<p>Gerade für Menschen, die jeden Euro dreimal umdrehen müssen, ist so eine Anschaffung eine enorme finanzielle Abwägung, die Zeit braucht. Wenn aus den Reihen der Grünen behauptet wird, 260 Euro seien nicht viel Geld, zeigt das nur, wie entkoppelt man dort von der Realität einer Rentnerin oder Familie im Bürgergeld-Bezug ist! Für diese Menschen (und für mich ehrlich gesagt auch) ist das verdammt viel Geld. Deshalb brauchen die Menschen&nbsp;&nbsp; eine gezielte Ansprache und Zeit zum Überlegen.</p>
<p>Stattdessen offenbart sich in diesem Gremium eine absolute Widersprüchlichkeit: Erst kürzlich beschließt dieser Rat den Aufbau einer lokalen BürgerSolarBerater-Gruppe. Und noch bevor diese Ehrenamtlichen richtig anfangen können, kastrieren Sie das wichtigste Instrument, das sie vermitteln sollen! Das entbehrt jeder strategischen Weitsicht. Und bei der aktuellen Haushaltslage glaubt doch niemand, dass dieses Programm jemals wiederkommt, wenn wir es heute beerdigen. Netter Vorschlag der Grünen, aber da fällt doch wirklich niemand drauf herein.</p>
<p>Unser Änderungsantrag zeigt den konstruktiven Ausweg: Wir wollen das Programm nicht abschaffen, sondern schärfen! Lassen Sie uns das Programm gezielt auf Menschen mit geringem Einkommen – etwa über den Bochum-Pass – beschränken und die Zielgruppe direkt anschreiben, anstatt das Handtuch zu werfen.</p>
<p>Erste Versuche in die Richtung hat es natürlich schon gegeben, aber so etwas braucht Zeit. Ich bitte Sie inständig: Geben Sie dem Programm die Zeit, damit es seine Wirkung entfalten und zu einem sozial und ökologisch gerechten Bochum beitragen kann.</p>
<p>&nbsp;Dafür muss man es auch nicht, wie wie gesagt von den Grünen im Hauptausschuss vorgeschlagen, erst abschaffen, um es dann -angeblich- neu zu schreiben. Bei der aktuellen Haushaltslage glauben Sie doch nicht wirklich, dass dieses Programm jemals wieder kommt?</p>
<p>Ich weiß, bei SPD und Grünen geht es derzeit offensichtlich mehr um Machterhalt und rein strategische Spielchen in irgendwelchen Hintergrundgesprächen als um echte Inhalte. Parteifarben scheinen hier auch keine Rolle mehr zu spielen. Nach meinem Verständnis kann man bei Rot und Grün eigentlich die Verbindung sozialer und ökologischer Werte erwarten. Aber weit gefehlt, diese Koalition spricht sich ja auch schon aktiv dagegen aus, Menschen ohne eigenen Garten im VHS-Programm zu berücksichtigen.</p>
<p>Aber dennoch gebe ich noch nicht ganz auf und möchte ich es noch einmal versuchen. Ich appelliere inständig an den letzten Rest an sozialökologischem Gewissen, der in dieser rotgrünen Koalition noch übrig sein mag: Stimmen Sie der Abschaffung dieses Programms heute nicht zu!</p>
<p>Dieses Förderprogramm ist ein großartiges Instrument, um den Menschen zu zeigen, dass Klimaschutz kein Privileg der Besserverdienenden ist, sondern auch einfach ökonomisch klug. Schließlich lässt sich mit einem Balkonkraftwerk, einmal angeschafft, auch bares Geld sparen. Ein solches Instrument abzuschaffen, während hier im Rat Leute sitzen, die den Klimawandel für ein Gerücht halten und damit auch noch Erfolg haben, ist brandgefährlich. Wir müssen Klimaschutz so gestalten, dass er nicht den Wohlhabenden vorbehalten bleibt, sondern dass alle davon profitieren können!</p>
<p>Geben Sie dem Programm die Zeit, die es braucht. Lassen Sie uns heute beweisen, dass Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit in Bochum zusammengehören.</p>
<p>Ich bitte Sie im Namen der Fraktion Die Linke um Zustimmung zu unserem Änderungsantrag.</p>
<p>Vielen Dank!</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                
                
            </item>


            
            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-376488</guid>
                <pubDate>Thu, 18 Jun 2026 12:03:00 +0200</pubDate>
                <title>Eckpunkte zum Haushalt </title>
                <link>https://www.dielinke-bochum-ratsfraktion.de/start/aktuelles/detail-pressemitteilungen/news/eckpunkte-zum-haushalt/</link>
                <author>Die Linke im Rat der Stadt Bochum, Elias Bala</author>
                <description></description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Lukat, sehr geehrte demokratische Ratsmitglieder, verehrte Zuschauende, sehr geehrte Damen und Herren,</p>
<p>eines haben SPD und Grüne zumindest geschafft. Sie haben etwas Konkreteres vorgelegt als die CDU-Fraktion. Manches an Ihrem Antrag halten wir für richtig. Andere Dinge sind für uns unverständlich und wieder andere halten wir für falsch.</p>
<p>Zunächst gilt es festzuhalten, dass wir aus Ihrem Antrag nicht nachvollziehen können, weshalb die eine Maßnahme bis 2030, eine andere bis 2028 und eine weitere nur bis zum kommenden Jahr fortgesetzt werden soll. Das ist nicht kohärent und wird von Ihnen im Antrag auch nicht begründet. Ist das einfach Ihr Verhandlungsergebnis und hat keine Grundlage?</p>
<p>Weiterhin möchten wir Ihren Umgang mit der Nachhaltigkeitsstrategie kritisieren. Einerseits halten Sie fest, dass die Nachhaltigkeitsstrategie fortgeführt werden soll, andererseits sollen die zusätzlichen Mittel für die Bezirke, also die Orte, an denen Nachhaltigkeit für die Bürger:innen am erfahrbarsten ist, nicht fortgeführt werden.&nbsp;</p>
<p>Anschließend ist die Grünpflege zu nennen. Hier wollen Sie 30 Prozent der Kosten für die Pflege und Unterhaltung der Grünflächen einsparen. Ausgenommen sind der Stadtpark und die IGA. Für das Image der Stadt soll weiterhin Geld ausgegeben werden, für die Menschen in anderen Stadtteilen als Mitte soll die Pflege der Grünanlagen jedoch reduziert werden – Sie messen hier mit zweierlei Maß, das ist das falsche Signal.</p>
<p>Kommen wir nun zu Ihren Worten. Denn hier steht nicht zur Abstimmung, was Sie meinen, sondern was Sie schreiben. Sie schreiben, dass die Entgelte an die „Inflationsraten angepasst werden“ sollen. Vielleicht sollten Sie einmal nachschlagen, was Inflation ist. Inflation ist ein „Prozess allgemeiner Preissteigerungen“ (Kohler/Müller, 1992). Die Dienstleistungen, für die die Entgelte erhoben werden, unterliegen zwar allgemeinen Preissteigerungen, aber nicht zwangsläufig. Die Preise können auch ohne Inflation steigen. Daher müssten Sie hier schreiben: „Die Entgelte sollen kontinuierlich neu kalkuliert und an die Preissteigerungen für die jeweiligen Dienstleistungen/Angebote angepasst werden.“ Das ist deutlich klarer als eine Anpassung an die „Inflationsraten“. Wenn die Inflation beispielsweise 3 % beträgt, die Kosten für eine Dienstleistung aber nur um 1 % steigen, wäre es falsch, das Entgelt für die Dienstleistung um 3 % anzuheben.</p>
<p>Kommen wir nach diesem kurzen ökonomischen Exkurs nun zur Senkung der Landschaftsverbandsumlage. Die Idee ist klar. Wir zahlen dem LWL weniger Geld und haben somit mehr Geld übrig. Der LWL wirft das Geld jedoch nicht weg, sondern verwendet es z. B. für Soziales, Psychiatrie oder Kultur. Mit weniger Geld kann er entsprechend weniger Dinge tun, die sonst die Stadt übernehmen würde. Es könnte also passieren, dass es für Bochum am Ende teurer wird als vorher. Hier sollte mit Bedacht vorgegangen werden.</p>
<p>Nun möchte ich noch kurz die Gewerbesteuer erwähnen. Sie wollen mit Ihrem Antrag so viel prüfen. Ich fände es gut, wenn auch geprüft würde, ob die Gewerbesteuer erhöht werden könnte.</p>
<p>Kommen wir als vorletzten Punkt, zur Bogestra. Sie wollen, dass die Bogestra ihren Zuschussbedarf um 10 Millionen Euro senkt. Mir fallen drei Möglichkeiten ein, um einen so großen Geldbetrag einzusparen. Entweder es gibt weniger Bus- und Bahnfahrten, die Ticketpreise werden erhöht oder es gibt weniger Personal, was dann zu weniger Fahrten führt. Keines dieser Instrumente können wir politisch unterstützen. Auch die externe Beratung halten wir für fraglich, da vollkommen unklar ist, ob diese etwas erreicht und am Ende nicht mehr Geld kostet, als sie spart.</p>
<p>Zuletzt kommen wir zu den Einsparungen bei den Fraktionen. Das finden wir in Ordnung, denn so zeigen wir, dass wir auch an uns selbst sparen können. Wir halten es jedoch für falsch, die Sach- und Betriebskostenzuschüsse für Endgeräte vollständig zu streichen. Hier sollten wir an die Gremienmitglieder denken, die nicht einfach einige hundert Euro für ein Endgerät aufbringen können. Statt diese Gelder vollständig zu streichen, sollten wir für Gremienmitglieder, die kein oder nur ein geringes Einkommen haben oder Sozialhilfe empfangen, diese Unterstützung weiterhin bereitstellen, damit auch sie ohne Existenzsorgen an der Digitalisierung und der Kommunalpolitik teilhaben können.</p>
<p>Lassen Sie mich zum Schluss noch ein paar allgemeine Bemerkungen zum Haushalt machen. In vier Tagen wird der Aktionstag „Kommunen am Limit“ stattfinden. Dazu hat der Oberbürgermeister vor wenigen Tagen ein ganz gutes, wenn auch etwas überbelichtetes Reel gepostet. Zur mangelnden Einhaltung des Konnexitätsprinzips haben wir auf der vergangenen Ratssitzung einen Antrag gestellt. Zum Thema „Kommunen in Finanznot“ und zur Frage, woher das Geld kommen soll – von den Superreichen über eine Vermögenssteuer – haben wir auf der vergangenen Ratssitzung eine Resolution eingebracht. Beides wurde von der Mehrheit dieses Rates abgelehnt.</p>
<p>Nun ja, aber nochmal zu Ihrem Antrag: An manchen Stellen ist er ganz interessant, hat aber doch einige Probleme. Daher werden wir uns enthalten</p>
<p>Um den Änderungsantrag von Stadtgestalter/Volt zu würdigen, möchte ich dazu noch einige allgemeine Worte verlieren, denn leider fehlt mir die Zeit, auf alles einzeln einzugehen. Sie machen einige gute Vorschläge, wie mehr Bürger:innenbeteiligung bei der Haushaltsplanung und klimaschädliche Beteiligungen abzustoßen. Andererseits werden Ideen vorgebracht, die sich nicht so einfach belegen lassen und eher hypothetischer Natur sind. Beispielsweise wird behauptet, dass eine ruhrgebietsweite Kulturholding Geld sparen würde. Das hat in Bochum schon nicht funktioniert. Oder es wird behauptet, dass der Einsatz von KI das Personalproblem lösen könnte. Arbeitssoziologen wie Florian Butollo stellen diese These jedoch mit guten Argumenten in Frage. Ein Sponsoring von städtischen Aufgaben, einen unnötigen Verkauf von städtischem Eigentum wie Parkgaragen und eine technokratische Festsetzung der Gewerbesteuer lehnen wir hingegen grundsätzlich ab.</p>
<p>Und was ich noch einmal betonen möchte: Änderungsanträge sind dazu da, Anträge zu ändern, nicht, um vollständig neue Anträge einzubringen, nur weil man selbst nicht über die ausreichenden Stimmen für einen eigenen Antrag verfügt.</p>
<p>Vielen Dank.<br>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                
                
            </item>


            
            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-376490</guid>
                <pubDate>Thu, 18 Jun 2026 10:06:00 +0200</pubDate>
                <title>Eckpunkte zum Haushalt</title>
                <link>https://www.dielinke-bochum-ratsfraktion.de/start/aktuelles/detail-pressemitteilungen/news/eckpunkte-zum-haushalt-1/</link>
                <author>Die Linke im Rat der Stadt Bochum, Ralf D. Lange</author>
                <description></description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrter Oberbürgermeister,<br>liebe demokratische Kolleginnen und Kollege, liebe Zuschauende.<br>&nbsp;</p>
<p>Die SPD hat einen Antrag eingereicht, der da heißt „Ziele für den Haushalt 2027“. Und da wollen Sie als CDU sich auch nicht lumpen lassen und legen gleich ein Papier mit dem Titel „Eckwerte für den<br>Haushalt“ nach.</p>
<p>Soweit so gut so vielleicht üblich. Aber ist es überhaupt sinnvoll zu versuchen, Pflöcke einzuschlagen, bevor der Haushalt überhaupt hier im Rat auf der Tagesordnung steht?</p>
<p>Wie dem auch sei: Wir als Linke haben uns alle Anträge zu diesem Thema genau angesehen. Und bei Ihrem Antrag, liebe CDU, ist es uns schwergefallen, nicht in kollektiven Dämmerschlaf zu verfallen. Ihr Antrag wimmelt von Allgemeinplätzen und Binsenweisheiten. Zitat: “Deshalb müssen Investitionen in die kommunale Infrastruktur als Zukunftsinvestitionen verstanden werden“ oder „Umso wichtiger ist ein verantwortungsvoller, nachhaltiger und wirtschaftlicher Umgang mit den<br>verfügbaren finanziellen Ressourcen.“ In großen Teilen liegt der Verdacht nahe, das Ganze sei von einer KI verfasst worden. Das können Sie besser, liebe CDU!</p>
<p>Und was finden wir an halbwegs Substantiellem? Auf neun Seiten sind sage und schreibe neun Prüfaufträge an die Verwaltung formuliert. Und das vor dem Hintergrund unseres Antrages in der letzten Ratssitzung, die Verwaltung möge die Haushaltsmittel bitte mal auflisten, die uns aufgrund von nicht eingehaltener Konnexität fehlen. Und der Antrag wurde von Ihnen natürlich abgelehnt: Die Verwaltung sei mit Wichtigerem beschäftigt.</p>
<p>Eine Anmerkung möchte ich aber zu einem konkreten Punkt in Ihrem Antrag machen: Sie wollen den Kommunalen Ordnungsdienst ausweiten und aufstocken, ohne erst das Ergebnis der Prüfung vom Rechnungsprüfungsamt abzuwarten.</p>
<p>Schon das ist für meine Fraktion Grund genug, diesen Antrag abzulehnen - was wir<br>auch machen.</p>
<p>Ich danke Ihnen</p>]]></content:encoded>
                
                
            </item>


            
            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-376380</guid>
                <pubDate>Fri, 12 Jun 2026 10:09:17 +0200</pubDate>
                <title>Steckersolar-Förderung: Erhalten statt streichen</title>
                <link>https://www.dielinke-bochum-ratsfraktion.de/start/aktuelles/detail-pressemitteilungen/news/steckersolar-foerderung-erhalten-statt-streichen/</link>
                <author>Die Linke im Rat der Stadt Bochum</author>
                <description>Nach nur drei Monaten Laufzeit will die Stadtverwaltung das Bochumer Förderprogramm für Steckersolaranlagen wieder beenden. Dagegen wendet sich die Ratsfraktion Die Linke mit einem Antrag für die kommende Ratssitzung. </description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Statt die Förderung einzustellen, soll die Stadt gezielt daran arbeiten, mehr Haushalte mit geringem Einkommen zu erreichen. Dazu Ratsmitglied Sonja Knobbe:</p>
<p>„Wer es mit sozialer Gerechtigkeit und Klimaschutz ernst meint, darf ein Förderprogramm nicht beenden, bevor die eigentliche Zielgruppe überhaupt davon erfahren hat. Gerade Menschen mit kleinen Einkommen brauchen Unterstützung, um von sinkenden Stromkosten und der Energiewende profitieren zu können. Es ist das völlig falsche Signal, dieses Angebot nach wenigen Monaten wieder einzustampfen.“</p>
<p>Die Ratsfraktion Die Linke weist darauf hin, dass viele anspruchsberechtigte Haushalte in der kurzen Laufzeit des Programms bislang kaum Gelegenheit hatten, sich über die Förderung zu informieren oder eine Anschaffung zu planen. Gerade für Menschen mit geringem Einkommen ist die Entscheidung für eine Investition auch bei bestehender Förderung oft mit längeren Überlegungen verbunden.</p>
<p>Konkret fordert die Ratsfraktion Die Linke, die Informationsangebote zum Förderprogramm auszubauen, zusätzliche Kommunikationswege zu erschließen und insbesondere Bochum-Pass-Inhaber*innen gezielt über die Fördermöglichkeiten sowie die möglichen finanziellen Einsparungen zu informieren.</p>
<p>Schließlich hat der Rat erst kürzlich den Aufbau einer BürgerSolarBerater-Gruppe beschlossen. Diese soll Bürger*innen über Solartechnologien informieren und sie bei der Nutzung von Förderangeboten unterstützen.</p>
<p>„Aus unserer Sicht&nbsp; wäre die Einstellung des Steckersolar-Förderprogramms deshalb widersprüchlich und würde den klimapolitischen und sozialen Zielen der Stadt zuwiderlaufen“, so Sonja Knobbe abschließend.</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                
                <enclosure url="https://www.dielinke-bochum-ratsfraktion.de/fileadmin/_processed_/3/9/csm_photocase_5326909_e7ae30ec25.jpg" length="0" type="image/jpeg"/>
            </item>


            
            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-376347</guid>
                <pubDate>Wed, 10 Jun 2026 11:16:38 +0200</pubDate>
                <title>Offener Brief der Ratsfraktion Die Linke an SPD und Grüne: Gesamtschule statt Gymnasium in Mitte</title>
                <link>https://www.dielinke-bochum-ratsfraktion.de/start/aktuelles/detail-pressemitteilungen/news/kein-gymnasium-am-bermudadreieck-offener-brief-der-ratsfraktion-die-linke-an-spd-und-gruene/</link>
                
                <description>Die Ratsfraktion Die Linke Bochum spricht sich gegen die Pläne für ein elftes Gymnasium am Standort City-Tor Süd/Am Kulturgleis aus und fordert stattdessen die Gründung einer siebten innenstadtnahen Gesamtschule an einem alternativen Standort. </description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>In einem offenen Brief an die Ratsfraktionen von SPD und Grünen appelliert Die Linke an die Koalitionspartner, ihre Gestaltungsmehrheit für mehr Bildungsgerechtigkeit zu nutzen. Dazu Kreissprecher Bernhard Koolen, für Die Linke in der BV Mitte:</p>
<p>„Der Schulentwicklungsplan stellt bei den Gesamtschulen einen dauerhaften zusätzlichen Bedarf von 30 Klassen fest. Weder die Umwandlung der Nelson-Mandela-Schule noch die Erweiterung der Kapazitäten im Zuge der Verlagerung der Gesamtschule Mitte reichen aus, um diesen Bedarf zu decken. Hinzu kommt, dass nach der Verlagerung der Gesamtschule Mitte mit der Heinrich-Böll-Gesamtschule nur noch eine innenstadtnahe Gesamtschule fünf Gymnasien gegenüberstehen wird. Das Angebot wäre damit kaum noch ausgewogen. Deshalb brauchen wir eine weitere Gesamtschule – allerdings an einem anderen Standort in der Innenstadt als dem derzeit für das Gymnasium vorgesehenen Areal.“</p>
<p>Bochum steht vor einer wichtigen bildungspolitischen Weichenstellung. Die Entscheidung sollte sich daran orientieren, wie allen Kindern und Jugendlichen unabhängig von ihrer sozialen Herkunft die bestmöglichen Bildungschancen eröffnet werden können. Auch die Landesschüler*innenvertretung NRW (LSV NRW) sagt klar, dass „das mehrgliedrige Schulsystem abgeschafft werden und durch die&nbsp;Inklusive Ganztagsgesamtschule ersetzt werden“ soll. Dazu Ratsmitglied Elias Bala, für Die Linke im Schulausschuss:</p>
<p>„Eine neue Gesamtschule wäre die beste der gegebenen Möglichkeiten und ein Signal für eine moderne und gerechte Bildungspolitik. Sie ermöglicht längeres gemeinsames Lernen, individuelle Förderung und alle Schulabschlüsse unter einem Dach. Deshalb werden wir einen entsprechenden Ratsantrag zur Gründung einer weiteren Gesamtschule in Bochum-Mitte einbringen. Wir fordern SPD und Grüne auf, gemeinsam ein klares Zeichen für mehr Chancengleichheit zu setzen. Statt eines elften Gymnasiums sollte Bochum eine siebte Gesamtschule erhalten.“</p>
<p><a href="https://www.dielinke-bochum-ratsfraktion.de/fileadmin/kvbochum.ALT/Fraktion_Bochum/Photos_PMs/Texte__Grafiken/Offener_Brief_Fraktionen_SPD_und_Gruene.pdf" class="link-download">Offener Brief Bildungsgerechtigkeit an die Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                
                <enclosure url="https://www.dielinke-bochum-ratsfraktion.de/fileadmin/_processed_/f/0/csm_photocase_3713098_51e1faf8ca.jpg" length="0" type="image/jpeg"/>
            </item>


            
            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-376357</guid>
                <pubDate>Wed, 10 Jun 2026 08:33:00 +0200</pubDate>
                <title> Links wirkt: Nach Anfrage Toiletten am Ümmiger See</title>
                <link>https://www.dielinke-bochum-ratsfraktion.de/start/aktuelles/detail-pressemitteilungen/news/links-wirkt-nach-anfrage-toiletten-am-uemmiger-see/</link>
                <author>Die Linke in der BV Ost</author>
                <description>Obwohl sich der Eigentümer des ehemaligen Suntums Hof für eine Aufwandsentschädigung vertraglich verpflichtet hat, die vorhandene Toilettenanlage für die Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen, war diese seit längerer Zeit geschlossen. </description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Es kam zu zahlreichen Beschwerden von Anwohner*innen und Besucher*innen des Ümminger Sees über die daraus resultierenden Missstände. Deshalb hat die Fraktion Die Linke in der BV Ost eine Anfrage an die Verwaltung gestellt. Dazu Nina Eumann, für die Linke in der BV Ost:</p>
<p>„Nachdem lange nichts passiert ist, wurde kurz nach Eingang der Anfrage gehandelt. Über den USB wurden fünf mobile Toilettenanlagen am Ümminger See aufgestellt, darunter eine barrierefreie Toilette. Nach Angaben der Verwaltung werden die Anlagen zweimal pro Woche geleert und regelmäßig gewartet.“</p>
<p>Die Toiletten werden zunächst aus der Aufwandsentschädigung finanziert, die bislang an den Eigentümer des ehemaligen Suntums Hof für die Bereitstellung der öffentlichen Toiletten gezahlt wurde. Da dieser Verpflichtung nicht nachgekommen wurde, werden die Mittel nun für eine tatsächliche Versorgung der Besucher*innen eingesetzt. Dazu Nina Eumann abschließend:</p>
<p>„Wir freuen uns, dass die Verwaltung auf unsere Anfrage so schnell reagiert hat. Die Aufstellung der Toiletten verbessert die Situation für die vielen Besucherinnen und Besucher des Ümminger Sees spürbar. Das zeigt, dass beharrliches Nachfragen konkrete Verbesserungen für die Menschen vor Ort erreichen kann.“</p>]]></content:encoded>
                
                <enclosure url="https://www.dielinke-bochum-ratsfraktion.de/fileadmin/kvbochum.ALT/Fraktion_Bochum/Photos_PMs/Verkehr_Umwelt_Stadtentwicklung/Grafik_Rahmenkonzept_HarpenerBach_20090615_ContentHalf.jpg" length="0" type="image/jpeg"/>
            </item>


            
            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-375971</guid>
                <pubDate>Tue, 26 May 2026 10:14:55 +0200</pubDate>
                <title>Schon wieder soll Wattenscheid leer ausgehen</title>
                <link>https://www.dielinke-bochum-ratsfraktion.de/start/aktuelles/detail-pressemitteilungen/news/schon-wieder-soll-wattenscheid-leer-ausgehen/</link>
                <author>Die Linke im Rat der Stadt Bochum</author>
                <description>Seit rund zehn Jahren wird über den Umbau des August-Bebel-Platzes diskutiert. Ziel ist es, den Platz familienfreundlicher und generationengerechter zu gestalten. Unter anderem durch mehr Grünflächen sowie überdachte Sitzmöglichkeiten, die zum Verweilen einladen sollen.</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Allein in die Planung des Projekts flossen rund eine Million Euro. Nun wurde in der Sitzung der Bezirksvertretung Wattenscheid am 19. Mai &nbsp;gegen das Vorhaben gestimmt. Kai Menningmann, Bezirksvertreter der Linken in Wattenscheid, kritisiert die Entscheidung:</p>
<p>„Der August-Bebel-Platz stellt einen zentralen Punkt der Wattenscheider Innenstadt dar. Seit Jahren wird beklagt, der Platz sehe nicht schön aus, es fehle an Aufenthaltsmöglichkeiten und die Verkehrsbelastung sei zu hoch. Jetzt gab es endlich die Möglichkeit, diese Probleme anzugehen und wieder passiert nichts.“</p>
<p>Größter Konfliktpunkt war die geplante Autofreiheit des August-Bebel-Platzes. Alle Parteien außer der gemeinsamen Fraktion von Grünen und Linken vertreten die Ansicht, dass diese dem Platz nur schade. Dabei wäre eine Zufahrt zum Platz weiterhin möglich. Lediglich der Hauptverkehr solle künftig über andere Straßen umgeleitet werden. Kai Menningmann abschließend dazu:</p>
<p>"Es ist doch gerade das hohe Verkehrsaufkommen, das den Platz unattraktiv macht. Durch die Autofreiheit würden Bürger*innen und ansässige Lokale langfristig profitieren. Die Entscheidung in der Bezirksvertretung ist deshalb ein fatales Signal für alle, die sich eine lebenswerte und moderne Innenstadt wünschen. Hier wird die Chance verspielt, die Innenstadt zukunftsfähig zu gestalten.“<br>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                
                <enclosure url="https://www.dielinke-bochum-ratsfraktion.de/fileadmin/kvbochum.ALT/Fraktion_Bochum/Photos_PMs/Verkehr_Umwelt_Stadtentwicklung/automobile-g2eb40b3ba_1920.jpg" length="0" type="image/jpeg"/>
            </item>


            
            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-375884</guid>
                <pubDate>Wed, 13 May 2026 13:23:50 +0200</pubDate>
                <title>Schülerwunsch für Wasserspender an Schule</title>
                <link>https://www.dielinke-bochum-ratsfraktion.de/start/aktuelles/detail-pressemitteilungen/news/schuelerwunsch-fuer-wasserspender-an-schule/</link>
                <author>Die Linke im Rat der Stadt Bochum</author>
                <description>Zur kommenden Sitzung des Ausschusses für Schule und Bildung nächste Woche Donnerstag bringt die Fraktion Die Linke einen Antrag ein, der die Installation von Trinkwasserspendern an allen Bochumer Schulen vorsieht. 

</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Es geht um eine flächendeckende Umsetzung innerhalb von rund drei Jahren sowie um eine priorisierte Ausstattung von Grund- und Ganztagsschulen. Dazu Ratsmitglied Elias Bala, für Die Linke im Schulausschuss:</p>
<p>"Letzte Woche hat der Rat beschlossen in allen Kitas Wasserspender zu installieren. Das ist gut so. Als nächstes müssen die Schulen dran sein. Wenn die Schüler*innen einen kostenfreien und leicht zugänglichen Zugang zu Trinkwasser an Schulen haben, ist das eine einfache, aber äußerst wirksame Maßnahme zur Gesundheitsförderung, gerade angesichts des Klimawandels. Viele Schüler*innen greifen mangels Alternativen auf hygienisch problematische oder teure und ungesunde Lösungen zurück.“&nbsp;</p>
<p>Der Antrag sieht vor, dass die Verwaltung ein entsprechendes Konzept erarbeitet. Zudem sollen Fördermöglichkeiten von Land, Bund und EU berücksichtigt werden. Die Schulgemeinschaften sollen aktiv in die Konzepterstellung einbezogen werden. In anderen Städten, wie in Oberhausen oder Hamburg, sind bereits ähnliche Systeme umgesetzt wurden, teils in Kooperation mit kommunalen Versorgern. Elias Bala abschließend:</p>
<p>„Das sollte auch in Bochum möglich sein. Schließlich haben sich bereits die Bezirksschüler*innenvertretung Bochum und die Schüler*innenvertretung der Maria-Sibylla-Merian-Gesamtschule dafür eingesetzt&nbsp; und auch Umfragen in der Schüler*innenschaft zeigen, dass es sich hierbei um ein breit getragenes Interesse handelt.“</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                
                <enclosure url="https://www.dielinke-bochum-ratsfraktion.de/fileadmin/_processed_/b/5/csm_photocase_4986425_c535f0a3b9.jpg" length="0" type="image/jpeg"/>
            </item>


            
            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-375869</guid>
                <pubDate>Tue, 12 May 2026 11:10:48 +0200</pubDate>
                <title>Linke geht von Rechtmäßigkeit der Wahl der Ausschüsse aus</title>
                <link>https://www.dielinke-bochum-ratsfraktion.de/start/aktuelles/detail-pressemitteilungen/news/linke-geht-von-rechtmaessigkeit-der-wahl-der-ausschuesse-aus/</link>
                <author>Die Linke im Rat der Stadt Bochum</author>
                <description>Die Ratsfraktion Die Linke hält die Zweifel des Sprechers der Ratsgruppe FDP-UWG:WAT, Felix Haltt (FDP) an der Rechtmäßigkeit der Wahl der Ausschüsse für unbegründet. Keinesfalls habe es zu „Verwerfungen“ geführt, weil die Ratsfraktion Die Linke wieder jeweils zwei Sitze in den Ausschüssen bekommt. </description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Dazu der Fraktionssprecher Horst Hohmeier:</p>
<p>„Das Oberverwaltungsgericht NRW hat in seinem Urteil ganz klar festgestellt, dass für die Besetzung der Ausschüsse das tatsächliche Stimmenergebnis durch die Kommunalwahl entscheidend ist. Dementsprechend hat unsere Fraktion laut Hare-Niemeyer einen Anspruch auf jeweils zwei Sitze in den Ausschüssen. Die politischen Mehrheiten, die sich erst nach der Wahl durch die Bildung von neuen Ratsgruppen gebildet haben, sind nicht maßgeblich.“</p>
<p>Außerdem stellt das Gericht fest, dass eine Abweichung der Stärkeverhältnisse im Ausschuss nur dann vorliegt, wenn eine ansehlich große Gruppe zwischen 10 und 16,4 Prozent ausgeschlossen wird. Das trifft auf die Ratsgruppe FDP-UWG:WAT nicht zu. Dazu die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Carolin Paskuda:</p>
<p>„Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. Die FDP war bis jetzt nicht in den Ausschüssen vertreten, weil sie nur mit zwei Leuten in den Rat gewählt worden war und damals für die CDU gestimmt hat – komisch, dass sie ein Problem damit hat, dass wir jetzt von einem Einzelmandatsträger unterstützt wurden. Wenn sie jetzt vermittelt durch die Bildung der Ratsgruppe FDP- UWG:WAT einen Sitz bekommt, entspricht das nicht dem Wahlergebnis.“</p>
<p>Das gilt auch für die weitere neue Ratsgruppe UWG-Freie Bürger-BSW, die nur einen Tag vor der Wahl ihre Gründung bekannt gab. Aus Sicht der linken Fraktion ist das ein rein taktischer Zusammenschluss. Dazu Horst Hohmeier weiter:</p>
<p>“Die Gemeindeordnung schreibt vor, dass eine Zusammenschluss eine gewisse politische Homogenität aufweisen muss, die ich angesichts der heterogenen politischen Ausrichtung von UWG-Freie Bürger und BSW bezweifle. Ich bin gespannt, wie sich die politische DNA des BSW aus Spaltung und Destruktion auf die weitere Arbeit dieser Gruppe auswirkt."</p>
<p>Für Die Ratsfraktion Die Linke hat Felix Haltt aber einen Punkt, wenn er bemängelt, dass es auch darauf ankomme, wer am Tag der Wahl anwesend sein könne. Carolin Paskuda abschließend: „Wir hatten auch das Problem, dass bei uns eine Ratsfrau wegen einer Entbindung nicht anwesend sein konnte. Es ändert aber nichts an unserem grundsätzlichen Anspruch auf zwei Sitze, auch wenn wir dafür die Unterstützung eines Einzelmandatsträgers gebraucht haben.“</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                
                
            </item>


            
            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-375816</guid>
                <pubDate>Thu, 07 May 2026 18:30:00 +0200</pubDate>
                <title>Antrag Konnexitätsbericht</title>
                <link>https://www.dielinke-bochum-ratsfraktion.de/start/aktuelles/detail-pressemitteilungen/news/antrag-konnexitaetsbericht/</link>
                <author>Die Linke im Rat der Stadt Bochum, Elias Bala</author>
                <description></description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Lukat, sehr geehrte Ratsmitglieder der demokratischen Fraktionen, verehrte Zuschauer*innen, sehr geehrte Damen und Herren,</p>
<p>eine weitere Zuspitzung der finanziellen Lage der Stadt Bochum ist absehbar. Das Amt für Finanzsteuerung prognostiziert, dass das Defizit in den kommenden Jahren immer weiter anwachsen und sich bis ins Jahr 2030 auf 230 Millionen Euro erhöhen wird.</p>
<p>Das bedeutet, dass die Handlungsfähigkeit der Stadt Bochum in den kommenden Jahren massiv eingeschränkt sein wird. Insbesondere freiwillige kommunale Aufgaben werden darunter leiden. Dazu gehören beispielsweise die Kulturförderung und Schwimmbäder. Das sind Orte, die ein zentraler Teil des Lebens der Bochumer*innen sind.</p>
<p>Diesem Trend müssen wir mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln entgegenwirken. Die bisherige Unterstützung von Land und Bund ist viel zu niedrig und nicht zielgenau.</p>
<p>Land und Bund sind vielmehr Teil des Problems. Den Kommunen werden immer neue Aufgaben übertragen, die nicht ausreichend gegenfinanziert werden.</p>
<p>In so einer Lage ist auch der Altschuldenfonds des Landes nicht ausreichend, weil er die strukturellen Ursachen nicht beseitigt und durch die Neuverschuldung schnell wieder aufgebraucht wird. Von den jährlichen 250 Millionen Euro die der Bund zur Verfügung stellen will - wohlgemerkt bundesweit und damit nur ein Tropfen auf dem heißen Stein - ganz zu schweigen. Nein, das Problem liegt woanders.<br>„Wer bestellt, bezahlt“ – dieses Prinzip sollte klar sein und gelten.</p>
<p>Eigentlich ist es ein einfacher Grundsatz, der in der Realität jedoch viel zu selten tatsächlich angewendet wird. Und solange wir das nicht systematisch nachweisen können, bleibt es dabei.</p>
<p>Uns fehlt derzeit ein systematischer Überblick darüber, welche Kosten die übertragenen Aufgaben der Stadt verursachen und mit welchen Zuweisungen diese vom Land und Bund gegenfinanziert sind.</p>
<p>Der Konnexitätsbericht ist kein Kürzungsinstrument. Er dient dazu, die kommunale Selbstverwaltung zu stärken. Er wird das Problem der Unterfinanzierung nicht lösen, aber transparent nachweisen, wo ein Teil des Problems liegt.</p>
<p>Der Bericht wird sichtbar machen, was heute im Dunkeln bleibt: wo Land und Bund Aufgaben übertragen haben, ohne die Rechnung zu bezahlen. Das ist die Grundlage, um unsere Ansprüche gegenüber dem Land und Bund auch ernsthaft vertreten zu können.</p>
<p>Wir als Vertreter*innen der Interessen der Bürger*innen der Stadt Bochum können die Unterfinanzierung nicht allein lösen. Aber wir können aufhören, sie schweigend hinzunehmen. Der Konnexitätsbericht ist ein erster Schritt dahin.</p>
<p>Ich bitte deshalb um Ihre Zustimmung.<br>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                
                <enclosure url="https://www.dielinke-bochum-ratsfraktion.de/fileadmin/_processed_/e/0/csm__MG_0881_b2279e6f9a.jpg" length="0" type="image/jpeg"/>
            </item>


            
            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-375815</guid>
                <pubDate>Thu, 07 May 2026 18:06:00 +0200</pubDate>
                <title>Nachhaltigkeitsstrategie  Stadt Bochum</title>
                <link>https://www.dielinke-bochum-ratsfraktion.de/start/aktuelles/detail-pressemitteilungen/news/nachhaltigkeitsstrategie-stadt-bochum/</link>
                <author>Die Linke im Rat der Stadt Bochum, Sonja Knobbe</author>
                <description></description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,</p>
<p>Sehr geehrte demokratische Kolleg:innen,</p>
<p>Sehr geehrte Bürger:innen,</p>
<p>Zunächst einmal möchte ich festhalten, dass wir der vierten Tranche an Maßnahmen für die Nachhaltigkeitsstrategie natürlich zustimmen. Jede dieser Maßnahmen ist richtig und wichtig auf dem Weg in ein Bochum, in dem auch noch unsere Enkel:innen gerne leben wollen.</p>
<p>Trotzdem fiel es schwer, den strategischen Wert dieser Maßnahmen zu beurteilen. Ich habe mir mal die Mühe gemacht und versucht, den ganzen Prozess nachzuvollziehen und einen Zusammenhang zwischen der ursprünglichen, unter Beteiligung der Zivilgesellschaft aufgestellten Strategie und diesen Maßnahmen herzustellen. Dabei bin ich krachend gescheitert. Eine transparente Darstellung des Zusammenhangs von Strategie, Maßnahmen und den Zielen, die man konkret erreichen will, konnte ich nicht finden.</p>
<p>Ein Beispiel: Im Dezember 2023 hat der Rat die erste Tranche bzw. das Starterpaket an Maßnahmen beschlossen. Darin enthalten war die „Ausweitung von Trinkwasserspendern in öffentlichen Einrichtungen". Heute sollen wir dann Maßnahme T4-17 beschließen „Wasserspender in städtischen Kitas". Sollte das dann nicht schon 2023 passiert sein? Oder was hieß "Ausweitung" vor zweieinhalb Jahren?</p>
<p>Die Nachhaltigkeitsstrategie soll dazu beitragen, Bochum bis 2035 klimaneutral zu machen. Welche Ziele hat sie noch? Oder wie passt hier die Maßnahme T4-19 „Führen im Tandem ermöglichen" ins Bild?</p>
<p>Wenn wir jetzt jede Maßnahme aufnehmen, die irgendwie auf eines der 17 SDGs, also der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen, einzahlt, dann könnten wir hoffentlich (!) jede Aktivität der Bochumer Stadtverwaltung hier aufnehmen. Das sind nämlich die Eckpfeiler, die es braucht, um ein zukunftsfähiges und lebenswertes Bochum zu erreichen. Nach meinem Verständnis die ganz grundlegende Aufgabe von Politik und Stadtverwaltung.</p>
<p>Wenn die Ziele der Nachhaltigkeitsstrategie also so übergeordnet sind, dann stellt sich mir wieder mal die Frage: Warum gibt es neben der Nachhaltigkeitsstrategie überhaupt noch eine Bochum Strategie? Oder was sind die konkreten Ziele, die man erreichen will? Wenn Klimaneutralität, wo sind dann die CO2-Berechnungen für die einzelnen Maßnahmen? Oder haben wir keine Ziele? Dann brauchen wir auch keine übergeordnete Strategie. Dann könnten wir es auch als Maßnahme aufnehmen, dass Bochum Marketing am Maiabendfest mit Rikschas herumfährt, um ein Zeichen für Nachhaltigkeit zu setzen.</p>
<p>Und was ist mit dem Nachhaltigkeitsforum? Auch hier braucht es eine transparente Darstellung, wie die Beteiligung der Bürger:innen in die Ausgestaltung der Maßnahmen eingeflossen ist.</p>
<p>Hier wünschen wir uns sehr viel mehr Transparenz, damit wir die Maßnahmen nicht nur zusammenhangslos für sich bewerten müssen.</p>
<p>Das haben wir aber trotzdem getan und in unserem Änderungsantrag einige Verbesserungsvorschläge gemacht:&nbsp;</p>
<p>Zu T4-03: Prüfung der Realisierbarkeit vorhandener Photovoltaik-Freiflächenpotentiale</p><ul class="list-normal"><li>Wenn wir über PV auf Freiflächen reden, müssen wir auch über Flächendruck und Flächenkonkurrenzen reden. Sonst sind Nutzungskonflikte vorprogrammiert. Hier benötigen wir klare Richtlinien zur Priorisierung von PV, Landwirtschaft, Wohn- und Grünflächen. Ohne diese wird die Maßnahme obsolet.</li></ul><p>Zu T4-11:Workshops zur Pflege von Grünflächen</p><ul class="list-normal"><li>Hier muss darauf geachtet werden, nicht nur Besserverdienende mit einem eigenen Garten anzusprechen. Ich weise gerne wieder darauf hin: Nicht alle Menschen in Bochum haben einen eigenen Garten. Nachhaltigkeit ist kein Luxusthema, sondern schlicht notwendig, wenn wir auch unseren Nachfahren ein lebenswertes Bochum hinterlassen wollen.</li></ul><p>Zu T4-18: Förderung eines klimaschonenden Fuhrparks</p><ul class="list-normal"><li>Hier ist auch die Rede vom Fahrradfuhrpark. Das ist toll. Aber wir brauchen auch Anreizsysteme, um die Räder auch zu nutzen. Sonst vergammeln sie im Keller. Ich erinnere mich gut, wie komisch ich während meiner Zeit in einer -anderen- Stadtverwaltung angeschaut worden bin, wenn ich dort auf das Dienstrad gestiegen bin. Normal wäre es gewesen, sich ins Dienstauto zu setzen und damit den Parkdruck innerhalb der Stadt weiter zu verschärfen. Und das ist dann nicht mal im Sinne der Autofahrenden.</li></ul><p>&nbsp;</p>
<p>Vielen Dank.</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                
                <enclosure url="https://www.dielinke-bochum-ratsfraktion.de/fileadmin/_processed_/0/7/csm__MG_0494_a7206eeee7.jpg" length="0" type="image/jpeg"/>
            </item>


        </channel>
    </rss>


